Fast 20 Jahre lang gehörte Sandra Kuhn (44) zu den vertrauten Gesichtern im deutschen Privatfernsehen. Die Moderatorin arbeitete nach ihrem Volontariat in Köln unter anderem für „RTL II News“ und führte später durch „Explosiv – Das Magazin“. Danach folgte noch ein Wechsel zu „Bild TV“, ehe sie von den Bildschirmen verschwand.
Warum hat sich Sandra Kuhn aus dem TV zurückgezogen?
Nun hat die 44-Jährige offen gemacht, warum sie diesen Schritt gegangen ist. Der Abschied vom TV war keine spontane Entscheidung, sondern das Ergebnis eines längeren inneren Prozesses, bei dem Familie und persönliche Wünsche immer stärker in den Mittelpunkt rückten.
Wie „t-online.de“ berichtet, veränderte sich Kuhns Blick auf ihren Beruf vor allem durch die Geburt ihrer beiden Kinder in den Jahren 2018 und 2019. Das Zusammenspiel aus Familienleben und Studioalltag habe für sie irgendwann nicht mehr gestimmt.
In einem Instagram-Beitrag schilderte sie sehr offen, wie stark sich ihre Prioritäten verschoben. „Ich habe meinen Job als Hauptmoderatorin freiwillig aufgegeben, weil ich nicht mehr konnte“, so Sandra Kuhn auf Instagram. Schon zuvor hatte sie deutlich gemacht, dass Kinder und Fernsehstudio für sie am Ende nicht mehr zusammenpassten.
Sandra Kuhn stand nach dem TV-Aus beim Arbeitsamt
Der Rückzug aus dem Mediengeschäft brachte für die zweifache Mutter auch Unsicherheit mit sich. Laut „Focus“ schrieb sie, dass sie nur eine Woche nach dem Ende ihres Jobs beim Arbeitsamt in der Schlange stand. Ein festes Gehalt gab es nicht mehr, dafür aber eine klare Vorstellung davon, wie es weitergehen sollte.
Diese Phase war für Sandra Kuhn offenbar alles andere als leicht. Sie sprach von Angst, Zweifeln und Tränen. Gerade der Gedanke, mit über 40 noch einmal ganz von vorn anzufangen, habe sie lange beschäftigt.
Sandra Kuhn arbeitet heute als Innendesignerin
Aus dieser schwierigen Übergangszeit entstand schließlich ein neuer beruflicher Weg. Sandra Kuhn arbeitet inzwischen als Innendesignerin und hat damit einen Traum verwirklicht, den sie schon länger in sich trug. Sie erklärte, dass sie ihre Leidenschaft für Interior Design zum Beruf machen wollte.
Der Wechsel weg von Kamera, Studio und festen TV-Formaten hin zu eigenen Projekten hat ihr Leben deutlich verändert. Nach Jahren im Rampenlicht setzt sie nun auf kreative Arbeit in einem ganz anderen Umfeld. Dort findet sie heute offenbar mehr Erfüllung als in ihrer früheren Fernsehkarriere.
Sandra Kuhn zieht eine klare Bilanz ihres Neuanfangs
Rückblickend klingt Sandra Kuhn mit ihrer Entscheidung im Reinen. Die eigenen Projekte machten sie, wie „tvspielfilm.de“ berichtet, „viel stolzer als jede Moderation“, sagte Sandra Kuhn in ihrem Instagram-Statement. Damit wird deutlich, wie grundlegend sich ihr Verhältnis zu Arbeit und Erfolg verändert hat.
Statt an einer bekannten Laufbahn festzuhalten, entschied sie sich für einen kompletten Neustart. Ihren Followern gab sie dazu noch eine klare Botschaft mit auf den Weg: Man solle nicht aufgeben und den eigenen Traum leben. Für Sandra Kuhn ist dieser neue Abschnitt längst mehr als nur ein beruflicher Wechsel.