Der Tod von Remo Aimé Pollert mit nur 19 Jahren hat viele Menschen tief getroffen. Besonders nah geht das Schicksal seiner Mutter, Schauspielerin und Psychotherapeutin Lara Joy Körner. Während Familie, Freunde und Wegbegleiter um den jungen Münchner trauern, zeigt sich auch viel Mitgefühl von außen. Neben stillen Gesten am Isarufer entstand in den vergangenen Tagen eine Hilfsaktion im Netz, die der Familie in dieser schweren Phase etwas Entlastung geben soll. So wird aus Trauer auch konkrete Unterstützung, die vielen Menschen offenbar ein echtes Anliegen ist.
Lara Joy Körner erhält Hilfe durch Spendenaktion
Eine Kollegin von Lara Joy Körner startete auf der Crowdfunding-Plattform GoFundMe einen Spendenaufruf. Agneta Lansing, die wie Körner im Bereich Psychotherapie arbeitet, bittet darin um finanzielle Unterstützung für den Arbeitsausfall der Mutter. „Bitte unterstützt um die Kosten für Laras Arbeitsausfall zu finanzieren“, schreibt Agneta Lansing auf gofundme.com. Weiter heißt es in dem Aufruf, die Spenden sollten Lara und den Kindern „Ruhe und Raum“ geben, um den Verlust langsam anzunehmen und wieder Kraft zu finden. Die Worte machen deutlich, wie groß die Belastung für die Familie ist.
Bereits mehr als 21.000 Euro für die Familie gesammelt
Die Hilfsbereitschaft ist groß. Zunächst lag das Spendenziel bei 22.000 Euro, später wurde es auf 25.000 Euro angehoben. Inzwischen kamen mehr als 21.000 Euro zusammen, getragen von weit über hundert Einzelspenden. Schon zuvor war die Resonanz bemerkenswert, als innerhalb kurzer Zeit ein großer Teil des ursprünglichen Ziels erreicht wurde. Die Aktion zeigt, wie viele Menschen Lara Joy Körner und ihrer Familie in diesen Tagen beistehen wollen. Gerade in Momenten wie diesem bekommen auch kleinere Beiträge ein besonderes Gewicht.
Freunde von Remo Aimé Pollert nehmen still Abschied
Neben der finanziellen Hilfe berühren vor allem die Zeichen der Freunde und Mitschüler. Oberhalb des Isarufers wurden für Remo zwei Gedenkstätten eingerichtet. Dort liegen Blumen, Briefe und rote Grablichter, dazu Fotos und persönliche Erinnerungsstücke. Die Abschiedsworte zeichnen das Bild eines jungen Mannes, der als offen, fröhlich und zugleich tiefgründig beschrieben wird. Ein Brief seiner Klasse erinnert daran, wie sehr Remo das Miteinander geprägt habe und wie schmerzlich sein Fehlen nun sei. Diese sehr persönlichen Botschaften machen die Trauer besonders greifbar.
Tod in der Isar war wohl ein tragisches Unglück
Nach bisherigen Erkenntnissen gehen die Ermittler nicht von einem Gewaltdelikt aus. Wie Abendzeitung berichtet, wird derzeit von einem Unfall ausgegangen, bei dem der 19-Jährige ertrank. Auch aus dem Umfeld bleiben viele Fragen offen, etwa wie Remo in das Wasser gelangte und warum niemand helfen konnte. Laut Bild ergab die Obduktion, dass er ertrunken ist, während das Ergebnis der toxikologischen Untersuchung noch aussteht. Für die Familie und seine Freunde steht jedoch vor allem eines im Mittelpunkt: die Erinnerung an einen jungen Menschen, der viel zu früh gegangen ist.