Schauspieler Nicholas Brendon, der in „Buffy – Im Bann der Dämonen“ als Xander Harris zum Fanliebling wurde, ist am 20. März mit nur 54 Jahren gestorben. „Wir sind untröstlich, den Tod unseres Bruders und Sohnes Nicholas Brendon mitteilen zu müssen“, so seine Familie in einem Statement gegenüber dem „Hollywood Reporter“. Demnach sei der Schauspieler im Schlaf eines natürlichen Todes gestorben.

Doch schon vor seinem Tod machte Nicholas Brendon seine vielseitigen gesundheitlichen Probleme öffentlich. „Es ist zwar kein Geheimnis, dass Nicholas in der Vergangenheit mit Schwierigkeiten zu kämpfen hatte, doch er erhielt Medikamente und war in Behandlung, um mit seiner Diagnose umzugehen, und blickte zum Zeitpunkt seines Todes optimistisch in die Zukunft“, hieß es in dem Statement.

Nicholas Brendon litt an seltenem Cauda-Equina-Syndrom

Zu den gravierendsten gesundheitlichen Problemen des Schauspielers zählte das sogenannte Cauda-equina-Syndrom – eine Erkrankung, die die Nerven am unteren Ende der Wirbelsäule betrifft. Diese Nerven steuern unter anderem Blase, Darm sowie Bewegungen und Empfindungen in Beinen und Füßen. Wird dieses Nervengeflecht durch einen Bandscheibenvorfall, eine Verletzung oder andere Ursachen eingeengt, können Signale nicht mehr richtig weitergeleitet werden.

Ohne rasche Behandlung drohen dauerhafte Schäden bis hin zu Lähmungen. Fachzentren wie die Cleveland Clinic beschreiben die Erkrankung als selten, aber extrem folgenschwer, wenn sie nicht innerhalb weniger Stunden operativ behandelt wird.

Sturz im Jahr 2021 führte zu Not-OP und weiteren Eingriffen

Auslöser der dramatischen Entwicklung war ein Sturz im Jahr 2021, wie „Los Angeles Times“ berichtet. Dabei zog sich Nicholas Brendon eine schwere Rückenverletzung zu, die umgehend eine Notoperation erforderlich machte. In der Folge musste er im Oktober desselben Jahres erneut am Rücken operiert werden.

Bei diesem zweiten Eingriff kam es zu einem Liquorleck – ein Austritt von Rückenmarksflüssigkeit, der weitere Komplikationen nach sich zog. Diese Probleme belasteten nicht nur seine Beweglichkeit und seinen Alltag, sondern wirkten sich auch auf sein Herz-Kreislauf-System aus und trugen später zu kardialen Beschwerden bei.

Herzinfarkt, angeborener Herzfehler und dauerhafte Folgen

Bereits 2023 erlitt der TV-Darsteller einen Herzinfarkt, wie „New York Post“ schildert. Im Zuge der Untersuchungen wurde zudem ein angeborener Herzfehler festgestellt, mit dem er fortan leben musste. Parallel kämpfte er seit Jahren mit Abhängigkeitserkrankungen und psychischen Problemen.