Modedesignerin und Influencerin Patrice Aminati (31) spricht derzeit mit großer Offenheit über ihr Leben als Palliativpatientin. Sie erhielt vor knapp drei Jahren die Diagnose schwarzer Hautkrebs, der bereits gestreut hatte. Besonders erschütternd war für sie ein Moment im Jahr 2024, als ihr ein Arzt sagte, sie werde Weihnachten wohl nicht mehr erleben.
Patrice Aminati kämpft gegen eine düstere Prognose
Heute ist Patrice Aminati noch da und zeigt sich stärker als je zuvor. Sie formuliert ihren Blick nach vorn mit bemerkenswerter Klarheit. Im Podcast „Sitzengeblieben“ schildert sie, wie sehr ihr innerer Wille stärker war als jede düstere Prognose.
Im Gespräch erinnert sich Patrice Aminati an die Zeit, in der ihr Körper immer schwächer wurde und die Befunde kaum Hoffnung ließen. Trotzdem habe sie gespürt, dass noch Kraft in ihr steckt. „Ich bin ja jetzt schon länger am Leben, als mir prophezeit wurde“, sagte Patrice Aminati.
„Uralt werden“: Patrice Aminati zeigt sich kämpferisch
Und weiter: „Es ist für mich überhaupt gar keine Option, dass das hier zeitnah endet. Ich glaube, dass ich uralt werde, umringt von meinen Enkelkindern und nur daran halte ich mich fest.“
Diese Haltung prägt bis heute ihren Weg. Sie beschreibt ihre Situation nüchtern, aber nicht resigniert. Für Aminati ist es somit ausgeschlossen, dass ihr Leben bald enden wird. Vielmehr hält sie an dem Gedanken fest, eines Tages alt zu werden und auch ihre Enkelkinder kennenlernen zu können.
Patrice Aminati findet Halt im ganz normalen Alltag
Wie „kurier.at“ berichtet, will sich Patrice Aminati nicht über ihre Erkrankung definieren. Statt einer Wunschliste für letzte große Erlebnisse sehne sie sich vor allem nach Normalität: einkaufen, arbeiten, die Wohnung aufräumen, mit ihrer Tochter Charly Malika auf den Spielplatz gehen.
Auch ihre Modemarke und die Pflicht, mit ihrem Kind an die frische Luft zu gehen, geben ihr Struktur. Dazu kommt die Hoffnung auf neue medizinische Erkenntnisse. Aminati spricht von Anrufen aus Amerika und möglichen neuen Medikamenten oder Impfungen. Für sie zählt deshalb vor allem eines: Zeit gewinnen.
Patrice Aminati spricht offen über Schmerzen und Dankbarkeit
Wie hart die Therapie für sie ist, verschweigt die 31-Jährige nicht. Sie erzählte bereits, dass es Tage gibt, an denen sie niemanden sehen und einfach nur im Bett liegen möchte. Gleichzeitig schildert sie sehr konkrete Momente, die für andere banal wirken mögen, für sie aber große Bedeutung haben.
Nach Monaten, in denen sie fast nur Kartoffeln essen konnte, wurde selbst ein Burger zu etwas Besonderem. „Entweder du zerbrichst daran oder du gehst dadurch, so schwer das ist, und dann kommst du aufs nächste Level“, so Patrice Aminati. Dieses nächste Level beschreibt sie als tiefe Dankbarkeit.
Patrice Aminati wirbt für Hilfe und einen ehrlichen Umgang
Besonders wichtig ist Patrice Aminati die Botschaft, dass niemand eine schwere Erkrankung allein tragen sollte. Sie betont, wie entscheidend es war, Unterstützung nicht nur zu suchen, sondern auch anzunehmen. Familie, Freunde und echte Verbundenheit seien für sie zu einer tragenden Kraft geworden. Auch ihren Körper betrachtet sie heute anders als früher.
Narben sind für sie keine Makel, sondern Zeichen dessen, was sie bereits durchgestanden hat. Nach der Trennung von Moderator Daniel Aminati wünscht sie sich zudem, dass aus der Paarbeziehung eine liebevolle Elternbeziehung für die gemeinsame Tochter entsteht. Ihr Lebensentwurf reicht damit klar über die Krankheit hinaus.