Papst Leo XIV. ist in Rom an der Lunge operiert worden. In der Gemelli-Klinik entfernten Chirurgen den unteren Lappen des rechten Lungenflügels. Der Vatikan teilte am späten Abend mit, dass die feingewebliche Schnellschnittuntersuchung ein Lungenadenokarzinom ergeben habe, so Vatican News.
Der 71-Jährige hatte erst am Sonntag nach dem Angelusgebet öffentlich gemacht, dass bei einer Kontrolluntersuchung ein Knoten in seiner Lunge entdeckt worden war. Nach seinen Angaben befand er sich in einem sehr frühen Stadium, auf Anraten der Ärzte entschloss er sich zu dem Eingriff.
Papst Leo verbrachte rund drei Stunden im OP
Der Aufenthalt im Operationssaal dauerte rund drei Stunden, der eigentliche Eingriff etwa 90 Minuten. Operiert wurde mit einer videoassistierten Technik unter Leitung von Thoraxchirurg Stefano Margaritora. „Der Eingriff ist gelungen und es gab keine Komplikationen“, hieß es laut Vatican News in dem veröffentlichten ärztlichen Bericht.
Neben Margaritora standen drei weitere Chirurgen am Tisch. Nach der Operation wachte das Kirchenoberhaupt regulär auf und kehrte nach einer kurzen Beobachtungsphase in sein Zimmer im zehnten Stock zurück.
Im Krankenzimmer bat Leo sofort um Abendessen
Nach Angaben von Vatikansprecher Matteo Bruni war der Papst schnell wach und orientiert. Nach der Rückkehr in sein Zimmer, bat er demnach schon um sein Abendessen. Etwa eine Woche soll er nun in der Klinik bleiben. Dort gibt es im zehnten Stock einen eigenen Papst-Trakt.
Leos Zimmer liegt neben der Papstwohnung, die derzeit renoviert wird. Betreut wird er von seinem Team aus dem päpstlichen Haushalt.
Reise nach Peru, Uruguay und Argentinien bleibt im Kalender
Alle Audienzen bis Mitte kommender Woche wurden abgesagt. Für November ist weiterhin eine fast zweiwöchige Reise nach Uruguay, Argentinien und Peru angesetzt. In Peru wirkte er viele Jahre als Missionar und Bischof und besitzt auch die peruanische Staatsbürgerschaft. Zur Reise gehört ein Besuch in Cusco auf 3.400 Metern Höhe.
Der Papst hielt seine Erkrankung erst seit Sonntag öffentlich
Von der bevorstehenden Operation wusste die Öffentlichkeit nur seit wenigen Tagen. Gesundheitliche Probleme des ersten US-Amerikaners an der Spitze der katholischen Kirche waren zuvor nicht bekannt. Leo hält sich mit Tennis, Schwimmen und regelmäßigen Übungen fit. Mit seiner Mitteilung auf dem Petersplatz ging er ungewöhnlich offen mit seiner Gesundheit um.