TV-Schauspieler David McCallum, der mit seiner Rolle als Gerichtsmediziner Dr. Donald „Ducky“ Mallard in „Navy CIS“ über Jahre zum Fanliebling wurde, ist am 25. September 2023 im Alter von 90 Jahren in New York gestorben. Wie der US-Sender CBS mitteilte, sei McCallum im Beisein seiner Familie in einem Krankenhaus friedlich eingeschlafen. Sein Tod beendet eine außergewöhnlich lange Karriere, die von der britischen Theaterbühne bis in eine der erfolgreichsten US-Krimiserien führte.
David McCallum stirbt friedlich im Kreis der Familie
Die letzten Stunden des Schauspielers waren von Nähe und Vertrautheit geprägt. David McCallum starb in einem New Yorker Krankenhaus, seine Angehörigen waren an seiner Seite. In einer Mitteilung würdigte der Sender CBS den 90-Jährigen als warmherzigen Kollegen und vielseitigen Künstler. Auch seine Familie fand rührende Worte. Sohn Peter McCallum betonte, sein Vater sei von Wissenschaft und Kultur gleichermaßen fasziniert gewesen. Er habe sich mit derselben Hingabe in medizinische Fachliteratur vertieft wie in musikalische Partituren – eine Leidenschaft, die auch seine bekannteste Rolle prägte.
Sohn Peter McCallum erinnert an vielseitigen Vater
Peter McCallum zeichnete in seinem Abschiedstext das Bild eines Mannes, der weit mehr war als nur ein TV-Star. „Er konnte sowohl ein Orchester dirigieren als auch eine Autopsie vornehmen“, so der Sohn. Hintergrund dieser Aussage sind die jahrzehntelangen Recherchen, mit denen sich der Schauspieler auf seine „Navy CIS“-Figur vorbereitete. Für die Rolle des Gerichtsmediziners Ducky studierte er intensiv Fachbücher und medizinische Abläufe. Gleichzeitig blieb seine Liebe zur Musik, die er aus dem Elternhaus mitbrachte, ein fester Bestandteil seines Lebens.
Vom Musiker-Sohn in Glasgow zum Serienstar
David McCallum wurde 1933 in Glasgow geboren, als Sohn eines Geigers und einer Cellistin. Zunächst schlug er selbst den Weg in die Musik ein, bevor er sich dem Schauspiel zuwandte. Nach frühen Theaterengagements in England zog er in den 1960er-Jahren in die USA. Dort gelang ihm mit der Krimiserie „Solo für O.N.C.E.L.“ der internationale Durchbruch, in der er den russischen Agenten Illya Kuryakin spielte. Parallel dazu stand er für Kinofilme wie „Die Verdammten der Meere“ (1962), „Gesprengte Ketten“ (1963), „Die größte Geschichte aller Zeiten“ (1965) und „Ständig in Angst“ (1970) vor der Kamera.
„Navy CIS“-Gerichtsmediziner und Familienmensch
Seine späte Karrierekrönung fand McCallum in „Navy CIS“. An der Seite von Mark Harmon, der den Chefermittler Leroy Jethro Gibbs verkörperte, spielte er den exzentrischen, hochgebildeten Gerichtsmediziner Dr. Donald „Ducky“ Mallard. Die Mischung aus trockenem Humor, Empathie und Fachwissen machte die Figur zu einem der prägenden Gesichter der Serie. Privat war McCallum fünffacher Vater. Von 1957 bis 1967 war er mit Schauspielerin Jill Ireland verheiratet, später fand er in Katherine Carpenter seine große Liebe. Mit ihr blieb er über fünf Jahrzehnte bis zu seinem Tod verheiratet – ein beständiger Anker in einem Leben im Rampenlicht.