Gaby Köster gehörte einst zu den prägenden Gesichtern der deutschen Comedy. Mit Formaten wie „RTL Samstag Nacht“, „7 Tage, 7 Köpfe“ und der RTL-Serie „Ritas Welt“ erreichte die Schauspielerin, Komikerin und Autorin ein großes Publikum. Umso stiller wurde es nach ihrem Schlaganfall im Jahr 2008, der ihre Fernsehkarriere abrupt beendete. Nun machte die 64-Jährige eine seltene Ausnahme und erschien in Köln bei der NRW-Premiere des Kinofilms „Was haben wir gelacht“, in dem sie selbst mitwirkt.
Gaby Köster zeigt sich mit Kroymann und von Sinnen
Bei der Premiere wurde Gaby Köster auf dem roten Teppich gemeinsam mit mehreren prominenten Kolleginnen fotografiert. Zu sehen war sie unter anderem mit Maren Kroymann, Bettina Böttinger, Hella von Sinnen und Esther Schweins. Die Komikerin ist seit den Folgen ihres Schlaganfalls auf einen Rollstuhl angewiesen und tritt nur noch selten öffentlich auf. Gerade deshalb erhielt ihr Erscheinen besondere Aufmerksamkeit.
Doku blickt auf Frauenbilder im Fernsehen der 90er
Im Mittelpunkt des Films steht das Frauenbild im deutschen Fernsehen der 1990er-Jahre. Die Dokumentation fragt danach, wie weibliche Stimmen in einer von männlichen Entertainern geprägten TV-Landschaft wahrgenommen wurden und was Humor mit Macht und Gleichberechtigung zu tun hat. Neben Köster kommen auch Maren Kroymann, Hella von Sinnen, Bettina Böttinger und Esther Schweins zu Wort.
Schlaganfall beendete ihre Fernsehkarriere früh
2008 erlitt Gaby Köster im Alter von 46 Jahren einen schweren Schlaganfall. Erst 2011 zeigte sie sich wieder öffentlich und veröffentlichte damals ihr Buch „Ein Schnupfen hätte auch gereicht – meine zweite Chance“, das später verfilmt wurde. An frühere TV-Erfolge konnte sie danach nicht mehr anknüpfen. Trotzdem schilderte sie ihre Lage zuletzt mit bemerkenswerter Offenheit. Ärzte hätten auf der Intensivstation kaum an ihr Überleben geglaubt.