Das überraschende Aus von „Immer wieder sonntags“ trifft Stefan Mross (50) hart. Nach mehr als zwei Jahrzehnten vor der Kamera muss der Moderator und Musiker Abschied von der Schlagersendung nehmen, die 2027 nicht fortgeführt wird. Mross machte öffentlich deutlich, wie verletzt er über den Umgang mit der Entscheidung ist.

Stefan Mross spricht von Tränen nach Sender-Entscheidung

Besonders der Zeitpunkt und die Art der Mitteilung setzen ihm zu. Gleichzeitig hält der SWR an seiner Darstellung fest und verweist auf interne Absprachen. Damit steht der 50-Jährige mitten in einer Debatte, die längst über das reine Show-Aus hinausgeht.

Im Gespräch mit „t-online“ schilderte Stefan Mross, wie nahe ihm das Ende von „Immer wieder sonntags“ geht. „Das hätte man auch anders lösen können. Dass man sich nach 22 Jahren so trennt, ist nicht fair. So etwas macht man nicht“, so Stefan Mross.

Er erklärte außerdem, dass nach der Entscheidung auch Tränen geflossen seien. Die Show sei für ihn seine „große Liebe“ und „Lebenselixier“ gewesen. Trotz der Enttäuschung steht noch eine letzte Staffel an: Ab Ende Mai soll er die finalen Live-Ausgaben der Sendung noch einmal moderieren.

SWR äußert sich zu Stefan Mross' Vorwürfen

Der SWR reagierte inzwischen mit einer knappen Stellungnahme auf die Vorwürfe. Nach diesen Angaben sei Mross bereits am 20. März persönlich darüber informiert worden, dass das Format ab 2027 nicht weitergeführt werde. Zu weiteren Einzelheiten wolle man sich nicht äußern, um Vertraulichkeit und getroffene Vereinbarungen zu wahren.

Hintergrund der Entscheidung sind Sparmaßnahmen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Ein Teil der bisher eingesetzten Mittel soll künftig in andere Projekte und digitale Formate fließen. Auf die besonders scharfen Vorwürfe des Moderators ging der SWR jedoch nicht direkt ein.

Uwe Hübner kritisiert Mross' öffentliche Abrechnung

Nicht nur vom Sender kommt Gegenwind. Auch innerhalb der TV-Branche wird die Reaktion des Moderators kritisch gesehen. Ex-Showmaster Uwe Hübner (65) kann die Enttäuschung zwar nachvollziehen, hält den öffentlichen Ton aber für problematisch.

Wie „abendzeitung-muenchen.de“ berichtet, verwies Hübner darauf, dass Kündigungen für viele Menschen zum Berufsalltag gehören. Zugleich betonte er, dass auch prominente Moderatoren jederzeit mit einem plötzlichen Aus rechnen müssten. Dennoch nahm er nicht allein die Sender in Schutz, sondern erinnerte auch an frühere Fälle, in denen TV-Gesichter unsanft über ihr Ende informiert wurden.

Veranstalter erhebt schwere Vorwürfe gegen den Mross

Zusätzlichen Druck erzeugen Vorwürfe von Andreas Lambeck, Geschäftsführer der Ahrtal Marketing GmbH. Er wirft Mross vor, im vergangenen Jahr eine geplante Gala nur wenige Stunden vor Beginn per WhatsApp abgesagt zu haben.

Lambeck schildert, danach habe es trotz vertraglicher Absprachen keinen weiteren Kontakt mehr gegeben. Für Mross kommt diese Kritik in einer ohnehin schwierigen Phase. Parallel sucht er bereits nach neuen Möglichkeiten und führt nach eigenen Angaben Gespräche mit Privatsendern.