Thorsten Schorn (50) verabschiedet sich von einer langen Radiostrecke, die für viele Hörer in NRW zum Alltag gehörte. In der kommenden Woche ist der Moderator ein letztes Mal bei WDR 2 zu hören, seine finale Nachmittagsshow läuft am 4. September. Damit endet ein Weg, der 2001 bei 1Live begann und ihn 2017 zu WDR 2 führte.
Thorsten Schorn verabschiedet sich vom WDR 2
Der 50-Jährige war über Jahre eine prägende Stimme im öffentlich-rechtlichen Radio und ist zugleich auch im Fernsehen und als Sprecher in Unterhaltungsformaten präsent. Der Abschied kommt nicht aus dem Nichts, sondern ist eine bewusste berufliche Entscheidung. Schorn will neue Wege gehen und blickt zugleich mit großer Dankbarkeit auf seine Zeit beim WDR zurück.
„25 Jahre, länger als manche Ehe, was für eine fantastische Zeit - erst bei 1Live und dann bei WDR 2“, sagte Thorsten Schorn laut DWDL. Dazu bedankte er sich beim Sender und beim Publikum im Westen für viele gemeinsame Stunden. Seine letzte reguläre Sendung bei WDR 2 markiert damit das Ende eines besonders langen Kapitels im Hörfunk.
WDR würdigt Schorn als prägende Radiostimme
Auch innerhalb des Senders ist der Abschied mit viel Respekt verbunden. Programmdirektorin Andrea Schafarczyk lobte Schorns Stil, seine Leidenschaft fürs Radio und seine besondere Präsenz am Mikrofon. Nach Angaben von t-online machte der WDR zugleich deutlich, dass die Verbindung nicht vollständig endet.
Schorn soll dem WDR und der ARD an anderer Stelle erhalten bleiben. Das ist für viele Fans eine wichtige Nachricht, denn seine Stimme verschwindet nicht komplett aus dem Kosmos des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.
Deutscher Radiopreis und ESC bleiben Teil seiner Arbeit
Schon kurz nach seinem letzten Tag bei WDR 2 steht der Moderator wieder für ein großes Projekt am Mikrofon. Am 10. September kommentiert er die Verleihung des Deutschen Radiopreises, die auch im Programm des Senders übertragen wird. Seit 2024 ist Schorn außerdem Kommentator des Eurovision Song Contest und damit Nachfolger von Peter Urban (78).
Hinzu kommen Einsätze als Reporter und Kommentator beim Kölner Straßenkarneval. Sein Abschied aus dem täglichen Radiobetrieb bedeutet also keinen Rückzug aus der Medienwelt, sondern eher eine Neuordnung seiner Aufgaben.
Auch im Privatfernsehen bleibt Thorsten Schorn präsent
Wer Schorn nicht nur aus dem Radio kennt, wird ihn weiterhin an vielen Stellen hören. Wie ruhr24 berichtet, arbeitet er seit Jahren als Off-Stimme für TV-Formate wie „Shopping Queen“, „Denn sie wissen nicht, was passiert“, „Guidos Deko Queen“ und „So klingt Deutschland“.
Zuvor war er auch bei „Der Preis ist heiß“ im Einsatz. Auch privat trat er zuletzt öffentlich auf, etwa beim Sommerfest der Film- und Medienstiftung NRW mit seinem Ehemann Peiro. Sein Satz aus dem Jahr 2014, als er sich on air als schwul outete, bleibt vielen ebenfalls in Erinnerung.