Mit „Die Stadt, die es nicht gibt“ lief am Samstagabend im ZDF der vorletzte Film der Reihe „München Mord“ mit dem im Mai verstorbenen Schauspieler Alexander Held (✝67). Noch einmal ist er darin als Kommissar Ludwig Schaller an der Seite von Marcus Mittermeier (56) und Bernadette Heerwagen (49) zu sehen.

Für viele Zuschauer hat die Ausstrahlung deshalb eine besondere Bedeutung, weil damit der Abschied von einem prägenden Gesicht der Reihe näher rückt. Die Folge ist inzwischen auch in der Mediathek abrufbar und markiert einen emotionalen Moment für das langjährige Ermittlerteam.

Marcus Mittermeier erinnert an die gemeinsame Zeit

Schauspieler Marcus Mittermeier stand mehr als zwölf Jahre mit Alexander Held und Bernadette Heerwagen vor der Kamera. Entsprechend persönlich ist sein Blick auf den Verlust. „Wir drei, die Bernadette, der Alexander und ich, haben uns immer wieder aufeinander gefreut“, sagte Marcus Mittermeier laut zdfheute.de.

Die enge Verbindung sei nicht nur bei den Dreharbeiten entstanden, sondern auch darüber hinaus gewachsen. Gerade diese langjährige Zusammenarbeit habe das Trio zusammengeschweißt und der Krimireihe ihren besonderen Ton gegeben.

Abschied für Alexander Held in den sozialen Medien

Auch öffentlich haben Mittermeier und Heerwagen sehr persönliche Worte für ihren Kollegen gefunden. In einem gemeinsamen Instagram-Beitrag verabschiedeten sie sich mit den Zeilen: „Du hast unser Büro verlassen. Wie so oft in unseren Filmen, ganz plötzlich und ohne Ankündigung. Dein Platz am Schreibtisch ist leer, er bleibt leer. Leider für immer. Wir sind unendlich traurig.“

Dazu würdigten sie Helds Kunst, seine Präzision und seinen Humor. Seine Figur Ludwig Schaller galt vielen Fans als zentrale Kraft der Reihe, weil sie den eigenwilligen Charakter des ZDF-Krimis entscheidend mitprägte.

Zwei neue Folgen ohne Ludwig Schaller

Trotz des schweren Verlusts geht die Reihe weiter. Wie Focus berichtet, sollen in diesem Jahr zwei weitere Folgen gedreht werden, in denen Bernadette Heerwagen und Marcus Mittermeier als Ermittlerduo weitermachen. Damit ermitteln Angelika Flierl und Harald Neuhauser zunächst ohne Ludwig Schaller.

Ganz verschwunden ist Alexander Held aus dem Fernsehen aber noch nicht: Ein weiterer bereits abgedrehter Film steht noch aus und soll später ausgestrahlt werden. So gibt es noch einmal ein Wiedersehen mit dem ursprünglichen Trio.

Zwischen Krimi-Abschied und neuer Serienrolle

Parallel zu den Entwicklungen bei „München Mord“ arbeitet Mittermeier derzeit auch an der zweiten Staffel von „Einfach Elli“. Rund um Mittenwald, Garmisch-Partenkirchen und im österreichischen St. Johann in Tirol entstehen neue 90-Minüter, in denen er erstmals einen Arzt spielt.

Unterstützung bei medizinischen Details bekommt er dabei aus der eigenen Familie, denn sein Sohn ist Arzt. Während dieses Projekt für einen neuen Abschnitt steht, bleibt der Abschied von Alexander Held ein Thema, das Mittermeier sichtbar begleitet. So treffen beruflicher Neuanfang und persönlicher Verlust unmittelbar aufeinander.