Der österreichische Autor und TV-Gesundheitsratgeber Hademar Bankhofer ist im Alter von 84 Jahren gestorben, wie sein Sohn via Instagram bekannt gibt. Im Fernsehen oder Büchern erklärte der 1941 in Klosterneuburg geborene Journalist Themen wie Ernährung, natürliche Heilmittel und Hausapotheke. Für viele Zuschauer war er „Mister Gesundheit“, der komplizierte medizinische Inhalte in eine alltagstaugliche Sprache übersetzte und damit Generationen prägte.

Sohn Hademar Bankhofer junior schildert letzte Stunden

Besonders berührend sind die Worte seines Sohnes Hademar „Hadschi“ Bankhofer junior: „Mein Vater Prof. Hademar Bankhofer ist tatsächlich gestern um 13:45 verstorben. Friedlich lächelnd Hand haltend mit meiner Mutter Lizzy Bankhofer“, schrieb der Radiomoderator.

Weiter heißt es in dem Post: „Er wollte immer so lange wie möglich leben, das ist ihm gelungen, er ist ganz sanft an Altersschwäche gestorben. Ich behalte ihn im Herzen als Vorbild in Sachen Güte, Bescheidenheit, Freundlichkeit und Großzügigkeit. So etwas wie Hassen kannte er nicht, selbst Feinden begegnete er mit einem sanften Lächeln.“

„Mister Gesundheit“ prägte TV- und Radio-Landschaft

Seine Karriere begann Bankhofer als Journalist bei verschiedenen Wochen- und Tageszeitungen, später wurde er stellvertretender Chefredakteur einer Wiener Wochenzeitung. In den 1980er Jahren baute er beim damaligen Radio Luxembourg die Gesundheitsredaktion der Morgensendung „Guten Morgen, Deutschland!“ auf.

Kurz darauf folgten TV-Auftritte: Von Mitte der 80er bis Anfang der 90er Jahre moderierte er rund 200 Folgen der RTLplus-Sendungen „Wie gehts?“ und „Gut gehts!“. Auch in öffentlich-rechtlichen Programmen in Deutschland und Österreich wurde er zu einer festen Größe, wenn es um leicht verständliche Gesundheitsaufklärung ging.

Bücher, Vorträge und der Titel „Professor“

Parallel zu seinen Radio- und TV-Auftritten veröffentlichte Bankhofer früh Bücher über Hausmittel und Ernährung. Bereits 1972 erschien „Hexenschuß und Heiserkeit“, für das er Rezepte direkt auf Bauernhöfen sammelte.

Ab Mitte der 1980er Jahre präsentierte er im Fernsehen Gesundheitsrubriken, hielt Vorträge und arbeitete eng mit Ärzten und Wissenschaftlern zusammen. Für seine Verdienste um die Volksgesundheit erhielt er 1991 vom damaligen Wissenschaftsminister Erhard Busek den Berufstitel „Professor“ mit Zustimmung der Universität Wien.

Im Herbst 2009 moderierte er beim Privatsender Austria 9 das Familienmagazin „einfach Bankhofer“ und besuchte dort Gesundheits- und Wellness-Tempel sowie Fachleute aus Medizin, Umwelt und Ernährung. Trotz mancher Debatten über seine Ratschläge sahen viele Zuschauer in ihm einen Wegbereiter moderner Gesundheitskommunikation.