Kabarettistin Monika Gruber (55) ist zurück auf der großen Bühne: Mit ihrem Programm „Es huift ja nix“ trat sie im Circus Krone in München auf, die ersten Vorstellungen waren ausverkauft, am Ende gab es Standing Ovations. Nach Jahren auf der Bühne bleibt der Auftritt in ihrer Heimatstadt für die 55-Jährige dennoch besonders. München gilt für sie als anspruchsvolles Pflaster, zugleich verbindet sie mit dem Haus viel Vertrautheit.

Monika Gruber ist seit vier Jahren Single

Im Gespräch mit der Abendzeitung-muenchen sprach sie nicht nur über den Erfolg des Programms, sondern auch über Einsamkeit im Privatleben und über Zweifel, die sie trotz ihrer langen Karriere begleiten. Privat läuft es für die Kabarettistin derzeit anders als beruflich.

Nach der Trennung von Rennsportmanager Thomas Überall (67) ist kein neuer Partner an ihrer Seite. „Ich bin vier Jahre Single. Alle denken immer, ich sei ja viel unterwegs und treffe auf viele Männer. Aber die Wahrheit ist: Ich lerne niemanden kennen“, sagte Monika Gruber laut Abendzeitung-muenchen.

Ihren künftigen Partner stellt sie sich möglichst fern von ihrem Beruf vor. Er sollte am besten nicht wissen, was sie beruflich macht. Als Wunschkandidat nannte sie einen „Preiß“ oder jemanden aus dem „befreundeten Ausland“.

Circus Krone ist für Gruber fast wie Heimkommen

Beruflich läuft es dagegen rund. Mit „Es huift ja nix“ meldete sich die Münchnerin auf der Bühne zurück, acht Vorstellungen im Circus Krone waren ausverkauft. Das Publikum in München schätzt sie, gilt nach ihren Worten aber auch als besonders kritisch. Nach dem Anfangsapplaus müsse man dort sofort liefern.

Gerade deshalb hat der Ort für sie Gewicht: Der Circus Krone fühlt sich für sie nach all den Jahren „a bisserl wie heimkommen“ an. Ihren Erfolg erklärt sie auch mit der aktuellen Stimmung im Alltag, in dem viele Menschen nach Unterhaltung und Leichtigkeit suchen.

Trotz 23 Jahren auf der Bühne bleiben Selbstzweifel

Seit 23 Jahren steht die Kabarettistin auf der Bühne, doch Routine schützt sie nicht vor Nervosität. Besonders angespannt ist sie, wenn Freunde, Verwandte oder Kollegen im Saal sitzen. Dann möchte sie vorher möglichst nicht wissen, wer gekommen ist. Hinzu kommen Selbstzweifel, über die sie offen sprach.

Nach Auftritten anderer Kabarettisten denke sie manchmal: „Ich kann gar nichts. Die sind so gut. Ich höre auf“, so Gruber laut Focus. Gerade der Vergleich mit Kollegen wie Helmut Schleich oder Martin Frank setzt sie demnach unter Druck, obwohl sie selbst zu den erfolgreichsten Kabarettistinnen Bayerns zählt.

Nach den Auftritten bleibt sie noch für ihr Publikum

Nach ihren Vorstellungen geht sie nicht sofort. Häufig bleibt sie noch etwa eine Stunde, um mit dem Publikum zu reden. Neben Fotos bietet sie inzwischen auch Umarmungen an. Als Grund nannte sie, dass die Zeiten komisch seien und manche Menschen aggressiver geworden seien.

Viele Besucher entschieden sich dann tatsächlich lieber für einen herzlichen Drücker, auch Männer. Die Nähe tut nicht nur den Fans gut, sondern auch ihr selbst, wie sie einräumte. Gleichzeitig arbeitet sie nach eigener Aussage daran, ihre „Kratzbürsten-Signale“ zu dämpfen und mehr feminine Vibes zu senden.

Quellen: abendzeitung-muenchen.de, Focus, t-online, KI-unterstützt