Sportjournalistin Monica Lierhaus spricht offen über die Folgen ihrer Gehirnoperation. Die erfolgreiche Moderatorin wurde 2009 komplett aus dem Leben gerissen. Wir blicken auf ihr Schicksal zurück.
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Monica Lierhaus war eine der erfolgreichsten Sportmoderatorinnen im deutschen TV und stand unter anderem für die „Sportschau“ vor der Kamera. Doch 2009 änderte sich ihr Leben auf dramatische Weise durch eine missglückte Hirn-OP. Bei dem geplanten Eingriff sollte ein Hirnaneurysma entfernt werden, doch während der Operation platzte es. Es kam zu schweren Hirnblutungen, danach wurde sie in ein künstliches Koma versetzt.
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Bis heute spricht Monica Lierhaus offen über ihr Schicksal. Im Podcast „Wie geht's? mit Robin Gosens“ blickte sie auf die schwere Zeit nach der OP zurück: „Ich konnte gar nichts, ich war wie eine lebende Leiche“, so Monica Lierhaus über ihren Zustand nach dem Eingriff.
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Nach mehreren Monaten im künstlichen Koma begann für sie der wohl schwerste Abschnitt. Als sie wieder aufwachte, war ihr Alltag von massiven Einschränkungen geprägt. Sie konnte nach eigenen Angaben weder gehen noch stehen noch sitzen, selbst Schlucken war zunächst nicht möglich.
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Lierhaus beschrieb sich in dieser Phase als „erwachsene Frau im Körper eines Babys“. Das Gefühl, in einem Körper gefangen zu sein, der nicht mehr funktionierte, begleitete sie zu Beginn ihres langen Weges zurück in ein selbstständigeres Leben.
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In einer Rehaklinik am Bodensee trainierte die Moderatorin acht Monate lang Sprechen, Schlucken und Bewegungsabläufe. Gerade der Anfang war hart, weil sie auf pürierte Nahrung angewiesen war. Diese Zeit beschrieb sie als „grauenvoll“.
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Trotzdem setzte sie sich früh ein klares Ziel: Sie wollte die Reha auf eigenen Füßen verlassen. Schritt für Schritt arbeitete sie darauf hin. Auch wenn einige Folgen der Operation blieben, gewann sie im Lauf der Therapie wichtige Fähigkeiten zurück und kämpfte sich in den Alltag zurück.
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Nach der Rückkehr aus der Reha erlebte Monica Lierhaus auch im Alltag belastende Situationen. Fremde Menschen hätten sie angestarrt, zudem verfolgten Fotografen sie im privaten Umfeld. „Ich bin angeglotzt worden, als ob ich ein Monster wäre. Es war eine Katastrophe, wirklich schlimm“, so die Moderatorin.
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2011 entschied sie sich deshalb für einen großen öffentlichen Auftritt bei der Verleihung der Goldenen Kamera. Dort zeigte sie sich bewusst mit den sichtbaren Folgen ihrer Erkrankung. Ihr Ziel war es, die Kontrolle über ihr eigenes Bild in der Öffentlichkeit zurückzugewinnen und sich nicht länger auf fremde Blicke reduzieren zu lassen.
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Bis heute lebt die Sportjournalistin mit dauerhaften Einschränkungen. Vor allem ihr Gleichgewichtssinn ist beeinträchtigt, eine Treppe ohne Geländer ist für sie nach wie vor kaum zu bewältigen: „So richtig akzeptiert habe ich es bis heute nicht“, offenbarte sie.
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Sogar für den Operateur fand sie versöhnliche Worte und sagte, es sei einfach Pech gewesen. Halt findet sie vor allem in ihrer Familie und in ihrer Arbeit. Nach beruflichen Stationen unter anderem bei Sky arbeitet sie seit 2023 im Sportteam von „RTL Aktuell“.
Sportjournalistin Monica Lierhaus spricht offen über die Folgen ihrer Gehirnoperation. Die erfolgreiche Moderatorin wurde 2009 komplett aus dem Leben gerissen. Wir blicken auf ihr Schicksal zurück.