Ralf Richter ist tot. Der Schauspieler stirbt in der Nacht zum Dienstag im Alter von 69 Jahren in Köln. Bestätigt wird sein Tod von seinem Sohn. Kurz darauf äußert sich auch Martin Semmelrogge, der Richter seit den frühen Karrieretagen kennt und über Jahrzehnte mit ihm vor der Kamera steht. Die beiden verbindet nicht nur eine Reihe prägender Filme, sondern auch eine lange Freundschaft.
Martin Semmelrogge würdigt seinen langjährigen Freund
Martin Semmelrogge findet klare Worte für den Abschied. „Mit Ralf geht eine echte Ikone, ein echter Kumpel und ein Stück deutsche Filmgeschichte“, sagt Semmelrogge laut Bild. Er erinnert auch an die Arbeit mit Richter vor der Kamera und ergänzt, man habe dafür „verdammt gute Reflexe und ein starkes Nervenkostüm“ gebraucht. Später verabschiedet er sich zudem mit einer Anspielung auf ihre gemeinsame Zeit bei „Das Boot“: „Mach’s gut, alter Haudegen.“ Unterschrieben ist der Gruß mit „Dein 2WO“, der Abkürzung seiner damaligen Rolle als Zweiter Wachoffizier.
Gemeinsamer Start bei „Das Boot“ im Jahr 1981
Die Verbindung der beiden reicht mehr als 45 Jahre zurück. 1981 stehen sie für Wolfgang Petersens „Das Boot“ gemeinsam vor der Kamera. Richter spielt Frenssen, Semmelrogge den Zweiten Wachoffizier auf U 96. Schon 1982 folgt ein weiteres gemeinsames Projekt mit einer Episode der ZDF-Krimiserie „Der Alte“. Später treffen sie sich immer wieder in Filmproduktionen. Zu ihren bekanntesten Arbeiten zählt „Bang Boom Bang - Ein todsicheres Ding“ aus dem Jahr 1999. Darin verkörpert Richter Kalle Grabowski, während Semmelrogge als Schlucke zu sehen ist.
Weitere Filme führen Richter und Semmelrogge erneut zusammen
Auch nach dem Kultfilm arbeiten beide weiter miteinander. 2008 gehören sie zum Ensemble von „Chaostage - We Are Punks!“. Ein Jahr später stehen sie gleich für zwei Kinofilme in den Besetzungen: für das Kriminaldrama „Kopf oder Zahl“ und für die Neuverfilmung von „Vorstadtkrokodile“. Später wirken sie außerdem in „The End - A Contract With the Devil“ sowie 2019 in „Tal der Skorpione“ mit. Wie Web berichtet, geht ihre Verbindung dabei weit über gemeinsame Dreharbeiten hinaus und bleibt über viele Jahre eng.