Mehr als zwei Jahrzehnte lang gehörte Schauspieler Marco Girnth als Jan Maybach fest zu „SOKO Leipzig“. Anfang des Jahres endete dieses Kapitel. In der MDR-Talkshow „Riverboat“ sprach der 56-Jährige über seinen letzten Drehtag und darüber, wie schwer ihm der Abschied gefallen ist.

Marco Girnth nennt einen traurigen Wendepunkt

Der Grund für den Ausstieg liegt tief im Privaten. Vor fünf Jahren verlor Marco Girnth einen seiner ältesten Freunde, ein Ereignis, das seine Sicht auf das Leben verändert hat. „Ich war vollkommen unvorbereitet, dass man jemanden verliert, der so auf Augenhöhe ist“, sagte der Schauspieler in der Talksendung.

Der Verlust habe ihm die „Endlichkeit des Lebens“ deutlich gemacht. Danach sei für ihn klar geworden, dass er Zeit anders nutzen möchte: weniger aufschieben, bewusster leben und Dinge angehen, die lange nur Zukunftsmusik waren.

Dabei fiel im der Abschied aber alles andere als leicht: Diese Entscheidung ist mir wirklich schwergefallen, hat auch Jahre gedauert und ein paar Tränen gekostet. Ich hab das wirklich, wirklich gern gemacht - weil ich diese Figur so liebe und meine Kollegen so abgöttisch liebe“, so Girnth.

Marco Girnth will surfen, fliegen und einen Kurzfilm drehen

Statt an einen Rückzug zu denken, plant der Schauspieler ganz bewusst Neues. Auf seiner Liste stehen surfen lernen, snowboarden, Hubschrauber fliegen und ein eigener Kurzfilm. Girnth betont zudem, dass er nicht in einen vorgezogenen Ruhestand gehe, sondern mehr Raum für das schaffen wolle, was ihm wirklich wichtig ist. Dahinter steckt kein Bruch mit dem Beruf, sondern eine Neuordnung seines Alltags und seiner Prioritäten.

Marco Girnth spricht auch über Kollegin Melanie Marschke

Besonders emotional war für ihn der Abschied von Kollegin Melanie Marschke, die in der Serie Ina Zimmermann spielt. Girnth machte deutlich, wie eng die Zusammenarbeit über die Jahre geworden ist. Gerade nach so langer gemeinsamer Zeit wiegt ein Abschied am Set doppelt schwer.

Sie ist die beste Kollegin die man sich wünschen kann [...] Wir haben uns nicht einmal in die Haare gekriegt, wir haben uns gegenseitig gestützt – sie ist meine Vertrauensperson“, erklärte der „SOKO“-Star.

Nun beginnt für ihn ein neuer Abschnitt, in dem Schauspiel, eigene Projekte und persönliche Wünsche mehr Platz bekommen sollen als bisher.