Viele Stars der Schlagerbranche verspüren nach wie vor großen Druck, möglichst perfekt auszusehen. Das beeinflusste auch Maite Kelly (46), die früher für eine schlanke Figur sogar hungerte. Inzwischen nimmt sich die 46-Jährige so an, wie sie ist – doch der Weg dahin war steinig.

Der gnadenlose Vergleich mit Kolleginnen

Wie RTL berichtete, versuchte Maite lange verzweifelt abzunehmen. „Ich machte eine Diät nach der anderen“, gab sie laut dem Sender zu. Vor allem die Vergleiche mit anderen Schlagersängerinnen gingen ihr damals nahe: „Kolleginnen wie Andrea Berg, die mit 59 noch so wahnsinnig toll aussieht, oder eine Helene Fischer, die nur wenige Wochen nach der Geburt wieder so schlank ist – solche Frauen machen den Druck nicht besser!“

Die Folge: Maite Kelly hungerte und musste immer wieder mit Heißhungerattacken kämpfen. „Ich habe entweder gar nichts oder zu viel gegessen. Es gab Phasen, in denen ich mir eingebildet habe, dünn sein zu müssen.“ „Gebracht hat es nichts außer Psychoterror“, fügte sie ehrlich hinzu.

Wie süß!

Zwei Millionen Euro für eine Lüge?

Dass Maite Kelly trotz des enormen Gewichtsdrucks ihre Prinzipien behielt, bewies sie eindrucksvoll: Laut „OK! Magazin“ lehnte sie nach ihrer Schwangerschaft ein Werbeangebot für Abnehm-Drinks über zwei Millionen Euro ab. In der Sendung „Brisant“ erklärte sie: „Ich wusste, wenn ich das tue, dann widerspreche ich einer viel, viel größeren Message, die mir immer wichtig war in meinem Beruf.“

Das lukrative Angebot kam für die Schlagersängerin nicht infrage, obwohl sie durchaus an ihrem Gewicht arbeitete – allerdings aus gesundheitlichen Gründen.

Schilddrüse als erschwerender Faktor

Was viele nicht wissen: Maite Kellys Abnehmversuche wurden zusätzlich durch eine Schilddrüsenunterfunktion erschwert, wie „OK! Magazin“ berichtet. „Dünner werden schaffe ich jetzt nicht so. Ich habe so eine ziemlich furchtbare Unterfunktion meiner Schilddrüse“, erklärte sie. Ein medizinischer Aspekt, der deutlich macht, dass Abnehmen eben nicht nur Willenssache ist.

Ihre Motivation heute ist eine andere als früher: „Wenn es nach meinen Genen gehen würde, und ich mich gehen lassen würde, wäre ich bei 180 Kilo und ich habe für mich entschieden, ich möchte nicht in einem Bereich im Leben sein, der lebensgefährlich ist“, reflektierte die dreifache Mutter gegenüber „OK! Magazin“.

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Gesunder Lifestyle statt extremer Diäten

Maite Kelly hat ihren eigenen Weg gefunden: gesunde Ernährung und regelmäßiger Sport – dreimal wöchentliches Laufen gehört fest zu ihrem Alltag. „Ich liebe meinen Körper mehr als je zuvor“, betont die Powerfrau heute selbstbewusst. „Das sieht man mir zwar nicht so richtig an, ich gehe tatsächlich – ich muss laufen gehen dreimal die Woche, damit ich mit mir selbst mithalten kann. Man wird es nicht glauben, ich achte tatsächlich sehr auf meine Ernährung.“

Glücklicherweise gehört die dunkle Zeit der Essstörung heute der Vergangenheit an. Maite Kelly blickt mit Stolz auf ihre Entwicklung – und ist ein Vorbild für viele Frauen, die sich dem gesellschaftlichen Schönheitsdruck nicht beugen wollen.