Maite Kelly zählt seit Jahren zu den festen Größen im deutschen Schlager. Am Wochenende stand die Sängerin beim Lausitzer Schlager-Sommer-Open-Air auf der Bühne, als ihr Auftritt plötzlich eine andere Richtung nahm. Mitten in einem Song ließ die 46-Jährige die Musik stoppen und sprach direkt zu den Menschen vor der Bühne. Der Moment wirkte ungeplant, aber sehr bewusst.
Maite Kelly stoppt die Band mitten im Song
Die Sängerin sagte zunächst: „Mach mal aus, mach mal aus“, bevor die Musik sofort verstummte. Danach erklärte sie dem Publikum: „Ihr Lieben, ich muss kurz was sagen. Das liegt mir im Magen“, so Maite Kelly. Sie stellte klar, dass sie normale Handyfotos im Publikum nicht störe. Ihr Appell richtete sich vielmehr an einen Besucher mit großem Teleobjektiv. Kelly machte deutlich, dass sie sich durch extreme Nahaufnahmen unwohl fühle, gerade während eines schweißtreibenden Bühnenmoments.
„Bitte löschen Sie das“: Ihr Appell an einen Fotografen
Auf der Bühne sprach Maite Kelly offen über den Druck, der mit solchen Bildern verbunden sei. Sie sagte, sie gebe bei ihren Konzerten alles und sehe dabei nicht immer vorteilhaft aus. Besonders harte Worte fand sie für stark herangezoomte Fotos, auf denen jede Hautunreinheit sichtbar werde. „Bitte löschen Sie das“, bat sie den Fotografen. Außerdem erklärte sie, dass solche Aufnahmen später oft im Netz landeten und dort aus dem Zusammenhang gerissen würden. Vor Ort bekam sie dafür viel Applaus. Viele im Publikum reagierten mit Zustimmung auf ihre offenen Worte.
Team von Maite Kelly nennt den Hintergrund
Später meldete sich auch ihr Team zu Wort. Laut tvspielfilm.de hieß es in einem Statement auf dem offiziellen Instagram-Account, in der Halle hätten an dem Abend Temperaturen von knapp 40 Grad geherrscht. Die Bedingungen seien für alle Beteiligten außergewöhnlich belastend gewesen. Zudem habe für den betreffenden Pressefotografen zwar eine Genehmigung bestanden, allerdings nur für die ersten drei Songs. Nach Darstellung des Teams soll er sich nicht an diese Absprache gehalten und danach weiterfotografiert haben. Damit bekam die Unterbrechung im Nachhinein eine zusätzliche Einordnung.