Schlagersängerin Maite Kelly (46) hat über eine Phase gesprochen, die vor ihrer Musiklaufbahn lag. Im Podcast „Frühstück bei Barbara“ mit Barbara Schöneberger (52) erzählte sie, dass sie als Curvy-Model in Europa sehr gefragt war, während das in Deutschland kaum wahrgenommen wurde. Dabei beschrieb sie auch, wie sehr ihr Körper und ihr Gesicht für Kampagnen genutzt wurden.

Maite Kelly arbeitete als Curvy-Model im Ausland

Im Gespräch machte Kelly zudem deutlich, dass sie sich nie über ihr Aussehen definiert habe und Angriffe auf ihren Körper von vermeintlich witzigen Comedians kenne. Vor allem im europäischen Ausland lief diese Karriere erfolgreich. In England und in anderen Ländern wurde sie nach ihren Worten als ideales Curvy-Model eingesetzt. „Sie wollten meinen Körper“, so Maite Kelly im Podcast.

Nach eigenen Angaben gehörte sie damals zu den bestbezahlten Curvy-Models in Europa. In Deutschland blieb diese Arbeit dagegen weitgehend unter dem Radar. Die Sängerin sagte außerdem, sie habe bis vor kurzem tatsächlich noch als Model gearbeitet, obwohl sie nie als „hot girl“ gegolten habe.

Bonprix wurde später mehr als ein Werbedeal

Aus dem Modeljob entwickelte sich eine längere Zusammenarbeit mit Bonprix. Ab 2010 war die Musikerin dort als Werbegesicht zu sehen. Später entwarf sie für die Marke auch ihre eigene „Maite Kelly Kollektion“. Dazu gehörten unter anderem Kleider, Röcke, Oberteile und Hosenanzüge in auffälligen Farben und verspielten Designs.

Die Linie richtete sich an Frauen mit großen Größen. Damit wechselte sie von der Arbeit vor der Kamera in die Gestaltung eigener Mode und baute den Bereich über die reine Werbung hinaus aus.

Eigener Frust wurde zum Ausgangspunkt der Kollektion

Der Anstoß für diese Modearbeit kam aus ihrer eigenen Erfahrung beim Einkaufen. Sie habe lange darunter gelitten, dass es für ihren Körper kaum Kleidung gegeben habe, die sie wirklich habe tragen wollen.

Ihr Ziel war deshalb, dass Frauen nicht zuerst fragen müssen, was überhaupt passt, sondern was ihnen gefällt. Die Kollektion knüpfte genau daran an und richtete sich an Kundinnen, die Auswahl nach Stil und nicht nur nach Größe treffen wollten.

Ihr Vater Dan Kelly prägte ihr Körperbild

Ein Problem mit ihrem Körper hatte sie nach eigener Aussage nie. Dieses Selbstbewusstsein führte die Sängerin auf ihren verstorbenen Vater Dan Kelly zurück. Er habe stets eine kleine Figur einer kurvigen Göttin bei sich getragen und ihr so vermittelt, dass weibliche Rundungen etwas Positives seien.

„Ich galt nie als ,hot girl‘. Ich habe mich nie definiert über mein Aussehen“, sagte Maite Kelly laut Focus. Ähnlich hatte sie sich auch schon im „Kölner Treff“ geäußert, wo sie betonte, Energie habe nichts mit Konfektionsgrößen zu tun.