Der Tod von Remo Aimé Pollert erschüttert Familie, Freunde und viele Wegbegleiter tief. Der Sohn von Schauspielerin Lara Joy Körner wurde nach einer Partynacht leblos in der Isar gefunden und nur 19 Jahre alt. In München kamen nun Hunderte Menschen zusammen, um sich von ihm zu verabschieden. Die Zeremonie war persönlich gestaltet, still und zugleich voller Zeichen der Verbundenheit. Viele Trauergäste hinterließen letzte Worte direkt am Sarg, andere suchten am Grab die Nähe zu seiner Familie und zu den Erinnerungen an einen jungen Mann, der offenbar intensiv gelebt wurde.
Lara Joy Körner findet klare Worte am Sarg
Im Mittelpunkt der Trauerfeier stand die Rede von Lara Joy Körner. Die Schauspielerin sprach über die Spuren, die ihr Sohn bei anderen hinterlassen habe. „Ich habe so viel gelernt, diesen Satz höre ich jetzt von so vielen. [...] Remo, du hast ein . Und uns gleichzeitig so viel Liebe hinterlassen, dass wir aus diesem Loch wieder rauskommen“, so Lara Joy Körner laut Focus.
Auch die letzten gemeinsamen Wochen beschrieb sie als besonders intensiv. Für sie gehe die Verbindung zu ihrem Sohn über den sichtbaren Abschied hinaus. Deshalb sagte sie auch, dass Remo für sie nicht in diesem Sarg sei, sondern in ihrer Nähe bleibe.
Heiner Pollert schildert Remos letzte Nacht
Remos Vater Heiner Pollert sprach über die Stunden vor dem Unglück und die Bilder, die ihn seitdem begleiten. Gegenüber RTL schilderte er, auf Aufnahmen aus dem Club sei zu sehen, wie sein Sohn am frühen Morgen ein Bier an der Garderobe abstelle und dann im T-Shirt nach draußen gehe. Jacke und Handy habe er im Club gelassen.
Pollert vermutet, dass Remo nur kurz hinauswollte. Nach bisherigen Erkenntnissen gibt es keine Hinweise auf Fremdeinwirkung. Die Obduktion ergab laut seinem Vater schwere Verletzungen am Becken und an einem Lendenwirbel, danach sei er wohl bewusstlos geworden und ertrunken.
Freunde gestalten Sarg und Hemd für Remo Pollert
Die Abschiedsfeier zeigte auch, wie groß die Anteilnahme im Umfeld des 19-Jährigen war. Mehr als 300 Menschen nahmen an der Beisetzung in München teil, darunter viele Jugendliche, Klassenkameraden und Lehrkräfte. Der Eichensarg wurde mit persönlichen Botschaften bemalt, dazu bestickten Mitschüler das weiße Hemd, das Remo tragen sollte.
Nach der Zeremonie trugen sein Vater und seine Geschwister den Sarg gemeinsam aus der Kirche. Am Grab lief Techno-Musik, die an seine Leidenschaft erinnerte. Schon kurz nach dem Unglück entstand zudem am Isarufer ein stiller Gedenkort mit Blumen, Briefen und Erinnerungsstücken.
Heiner Pollert nennt den Verlust eine Katastrophe
Wie schwer die Familie mit dem Verlust ringt, wurde auch in den Worten von Heiner Pollert deutlich. „Da muss man schauen, wie man da durchkommt. Die Trauerbewältigung ist noch nicht abgeschlossen, sie hat erst begonnen“, sagte er laut Gala. Den Moment, in dem ihn die Nachricht vom Tod seines Sohnes erreichte, beschrieb er als kaum fassbar.
Zuerst habe er seinen besten Freund angerufen und gefragt, wie man wieder Luft bekomme. Zugleich erzählte Pollert, dass er und Lara Joy Körner trotz ihrer Trennung eng verbunden geblieben seien. In diesen Tagen geben sie einander Halt, während die genaue Unglücksursache weiter offen ist.
