Jochen Busse gehört seit Jahrzehnten zu den prägenden Gesichtern der deutschen Comedy. Nun macht der 85-Jährige mit einer sehr persönlichen Entscheidung von sich reden: Der Schauspieler, Kabarettist und Moderator ist vorübergehend in eine Seniorenresidenz in Köln gezogen.
Der Schritt hat einen ernsten Hintergrund, denn in den kommenden Monaten stehen mehrere medizinische Eingriffe an. Statt zwischen seinen Wohnungen zu pendeln, will Busse die Zeit der Behandlung und Rehabilitation an einem Ort verbringen, an dem Betreuung und Alltag eng verzahnt sind.
Jochen Busse sagt Auftritte für mehrere Monate ab
Geplante Vorstellungen seines Stücks „Weiße Turnschuhe“ in Düsseldorf und München hat Busse abgesagt. Er rechnet damit, rund ein halbes Jahr nicht auf der Bühne stehen zu können. Der Umzug nach Köln ist für ihn deshalb vor allem eine praktische Entscheidung.
„Aufgrund der Operationen, die auf mich zukommen, falle ich das nächste halbe Jahr aus und kann leider nicht spielen“, sagte Jochen Busse laut Bild. Seine Wohnung in München will er trotzdem behalten, auch weil er nach der Reha wieder an frühere Pläne anknüpfen möchte.
Jochen Busse lebt nun in der Residenz am Dom
Sein neues Zuhause liegt mitten in Köln, direkt am Dom. Wie t-online.de berichtet, beginnen die monatlichen Kosten in der Residenz bei etwas mehr als 4.000 Euro. Das Haus bietet nicht nur Pflegezimmer, sondern auch Appartements mit eigener Küche sowie Hotelzimmer für Besucher.
Zu den Angeboten gehören Mahlzeiten, Schwimmbad, Whirlpool, Sauna, Fitnessstudio und Gruppenaktivitäten wie Gedächtnistraining, Malen, Basteln oder Musizieren. Für Busse dürfte gerade die Kombination aus medizinischer Nähe und eigenständigem Alltag wichtig sein.
Jochen Busse trainiert weiter mit Hula-Hoop und Gymnastik
Trotz der anstehenden Behandlungen zeigt sich der TV-Star kämpferisch. Busse beschreibt sich selbst seit Jahren als sehr sportlich. Er macht Gymnastik, trainiert mit einem Hula-Hoop-Reifen und achtet bewusst auf seine Fitness.
Besonders auffällig ist eine Gewohnheit, die viel über seinen Ehrgeiz verrät: Bis zu seinem 80. Lebensjahr habe er täglich einen Kopfstand gemacht. Auch Yoga und Ayurvedakuren gehörten lange zu seinem Alltag. Diese Disziplin erklärt, warum er die kommende Reha nicht nur als Belastung, sondern auch als Aufgabe begreift.
Jochen Busse blickt trotz Eingriffen optimistisch nach vorn
Auslöser der aktuellen Situation waren Schmerzen, wegen derer sich Busse untersuchen ließ. Dabei wurde ein Aneurysma in der Hüfte festgestellt, das nun behandelt werden soll; anschließend steht eine länger geplante Hüftoperation an.
Den Wechsel in die Residenz nennt er eine vernünftige Entscheidung. „Ich bin guter Dinge! Mir gefällt es hier, ich bin geistig voll da, habe viele langjährige Freunde in Köln und kenne auch ein paar, die hier in der Residenz leben“, so Jochen Busse laut Kölner Stadtanzeiger. Sein Ziel ist klar: 2027 wieder auf die Bühne.