Comedian Paul Panzer hat erstmals öffentlich über den Tod seiner Frau gesprochen. Im Podcast „Betreff: Leben – die Sprechstunde mit Hans Sigl“, die am 13. Oktober erschien, offenbarte der 54-Jährige: „Meine Frau ist gestorben, die Liebe meines Lebens. 25 Jahre waren wir zusammen“, so Paul Panzer.

Damit nannte er auch den Grund für die Unterbrechung seiner Tour im Frühjahr. Damals waren mehrere Termine von „Schöne neue Welt – Welcome to hell“ verschoben worden, nachdem sein Management von einem schweren persönlichen Verlust im engsten Familienkreis gesprochen hatte.

Paul Panzer unterbrach im April seine Tour

Am 8. April hatte der Comedian seine laufende Tour pausiert. Zwölf Auftritte bis zum 15. Mai wurden verschoben. Zu den Hintergründen gab es damals nur wenige Angaben.

Im Podcast sprach er nun offen darüber, wie sich sein Alltag seit dem Tod seiner Ehefrau verändert hat. Das Gespräch mit Hans Sigl wurde vor Publikum am Ammersee aufgezeichnet.

„Die Zeit läuft halt weiter. Die Sonne geht auf, die Sonne geht unter. Man ist irgendwie da und muss sich dann dazwischen bewegen und [...] für das Da-Sein, was einem darüber hinaus auch noch was bedeutet: die Familie, in dem Fall mein Sohn“, so Paul Panzer ganz offen.

Sein Sohn steht nach dem Verlust im Mittelpunkt

Dieter Tappert, wie Paul Panzer mit bürgerlichem Namen heißt, fand ehrliche Worte über den großen Einschnitt in seinem Alltag. Er sagte, er kümmere sich vor allem um den gemeinsamen Sohn und erledige den Alltag mit Einkaufen und Wäsche. Manchmal habe er dabei einen „Tunnelblick“.

Besonders persönlich wurde es, als der Comedian eine Szene zwischen Vater und Sohn beschrieb und dabei durchblicken ließ, wie es seinem Kind mit dem Verlust geht.

„Der Junge ist 21, der ist ein Stück größer als ich, unrasiert, sieht auch wie so ein Orang-Utan, aber ist dann trotzdem der kleine Junge und kommt dann zwischendurch und nimmt einen in den Arm und sagt: 'Ich vermisse Mama'“, so der Komiker.

Im Podcast sprach er über Schmerz und Lebensmut

Auf die Frage, was er Menschen nach einem schweren Verlust mitgeben würde, antwortete der 54-Jährige ganz ehrlich: „Keine Ahnung. Es zieht einem [...] den Boden unter den Füßen weg.“ Der Schmerz werde für ihn nicht einfach besser oder erträglicher.

Zugleich sprach er auch über seine Haltung zum Leben, die trotz allem positiv bleibt: „Ich finde wirklich, dass das Leben ein großes Geschenk ist, ein großes Abenteuer ist.“

Neue Termine in Deutschland und Österreich stehen fest

Trotz der schweren privaten Situation setzt Paul Panzer seine Tour fort. Für Freitag, den 16. Oktober, ist ein Auftritt in Neubrandenburg geplant, einen Tag später steht er in Frankfurt an der Oder auf der Bühne. Auch in den kommenden Monaten stehen weitere Shows in Deutschland und Österreich im Kalender.