Was bisher bekannt ist
Hubert Aiwanger wurde am Mittwochabend leblos in einem Hotelzimmer in Berlin gefunden. Das hat die Berliner Staatsanwaltschaft gegenüber der Deutschen Presse-Agentur bestätigt. Er sei am frühen Abend entdeckt worden. Zuerst hatte die „Bild“ darüber berichtet. Weitere Angaben machte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft zunächst nicht. Zur Todesursache und zu den genauen Umständen ist offiziell nichts bekannt.
Aiwanger sollte am Nachmittag bei der Eröffnung eines Hauptstadtbüros der Freien Wähler in Berlin eine Rede halten. Er sagte aus gesundheitlichen Gründen ab und ließ sich vertreten. Später war er nicht mehr erreichbar. Nach Informationen des „Tagesspiegel“ haben Polizei und Staatsanwaltschaft ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet, um Ursache und Umstände zu klären. Die Staatsregierung, die Freien Wähler und die Familie haben sich bislang nicht öffentlich geäußert.
Erste Reaktionen
CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann sagte der dpa: „Die Nachricht vom plötzlichen Tod Hubert Aiwangers macht traurig und betroffen.“ Aiwanger sei „streitbar, aber unbestreitbar ein Vollblutpolitiker, der Bayern geprägt hat“. Hoffmann sprach der Familie und den Freunden sein Mitgefühl aus.
Wer war Hubert Aiwanger?
Aiwanger wurde am 26. Januar 1971 in Ergoldsbach in Niederbayern geboren und wuchs auf einem Bauernhof auf. Seit 2006 führte er die bayerischen Freien Wähler, seit 2010 auch die Bundespartei, seit 2008 saß er im Landtag. Seit 2018 war er unter Markus Söder (CSU) Wirtschaftsminister und Vize-Ministerpräsident, auch nach der Wahl 2023. Bundesweit bekannt wurde er auch durch die Flugblatt-Affäre 2023. Er wurde 55 Jahre alt.
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