Seit „Bonnie und Clyde“ gilt Schauspielerin Faye Dunaway als Inbegriff der kompromisslosen Leinwandheldin – am 14. Januar 2026 wird die Hollywood-Ikone 85 Jahre alt. Über Jahrzehnte prägte sie das Kino als kühle Strategin, gefährliche Gangsterbraut und verletzliche Kämpferin.
Von frühen Erfolgen mit Warren Beatty, Jack Nicholson und Robert Redford bis zu späten Rollen an der Seite von Nicolas Cage und Franco Nero: Dunaways Laufbahn spiegelt die Entwicklung weiblicher Figuren im US-Film. Doch wie sieht die Schauspielerin heute aus?
Faye Dunaway heute
Mit ihren zarten Gesichtszügen, den großen Augen und dem blonden Haar galt Faye Dunaway in jungen Jahren als eine der schönsten Frauen in Hollywood. Auch mit 85 sieht die Ikone noch immer blendend aus. Das beweist sie bis heute regelmäßig bei verschiedenen Auftritten.
In Sachen Looks macht Dunaway ebenso keiner was vor. Während sie schon vor Jahrzehnten zur Stilikone wurde, begeistert sie heute meist in eleganten Hosenanzügen.
Aufstieg mit „Bonnie und Clyde“ und „Chinatown“
Mit „Bonnie und Clyde“ (1967) schoss Faye Dunaway an der Seite von Warren Beatty in die erste Riege Hollywoods. In den folgenden Jahren verkörperte sie Frauen, die Männer nicht nur herausforderten, sondern übertrumpften: „Thomas Crown ist nicht zu fassen“ (1968), „Chinatown“ (1974) oder „Die drei Tage des Condor“ (1975) waren große Erfolge.
Für ihre gnadenlos karrierebewusste TV-Managerin in „Network“ (1976) erhielt sie schließlich ihren Oscar, nachdem sie zuvor schon zweimal für den wichtigsten Filmpreis nominiert war.
Späte Rollen und heutige Arrangements
Auch im hohen Alter blieb Faye Dunaway vor der Kamera präsent. 2017 spielte sie im Thriller „Tödliches Verlangen“ die misstrauische Mutter eines von Nicolas Cage gespielten Familienvaters. 2022 stand sie für Franco Nero in „L'uomo che disegnò Dio“ vor der Kamera. Bereits 2013 ehrte sie das Internationale Filmfestival Locarno mit dem „Leopard Club Award“.
Zudem stand die Schauspielerin zuletzt für die Filme „Fate“ und „The Evilry“ vor der Kamera, die sich beide noch in der Produktion befinden.
Dokumentation „Faye“: Offene Worte über Depressionen und Kindheit
In der 2024 veröffentlichten Dokumentation „Faye“ gewährt Dunaway einen selten intimen Einblick in ihr Innenleben. Darin sprach sie ganz offen über bipolare Depressionen, ihre schwierige Kindheit und ihre Flucht in die Schauspielerei. Sie offenbarte oftmals launisch und depressiv gewesen zu sein – doch genau diese Emotionen hätten sie zu einer widerstandsfähigen Persönlichkeit gemacht.
Privates Leben und Oscar-Panne mit Warren Beatty
Dunaway wollte bereits mit fünf Jahren Schauspielerin werden, wie sie in ihrem Buch „Looking for Gatsby“ schrieb. Privat war sie zweimal verheiratet, unter anderem mit dem Fotografen Terry O'Neill. Ihr Adoptivsohn Liam kam 1980 zur Welt.
2017 geriet sie mit Warren Beatty bei der Oscar-Gala ins Zentrum einer legendären Panne, als fälschlich „La La Land“ als bester Film verlesen wurde, bevor „Moonlight“ als wahrer Gewinner korrigiert wurde. Ein Jahr später durften beide den Preis erneut ankündigen – diesmal ohne Fehler.
