Regisseur und Schauspieler Rob Reiner und seine Frau Michele Singer Reiner sind tot in ihrem Haus in Brentwood aufgefunden worden. Die Ermittler gehen von einem Tötungsdelikt aus, die Behörden sprechen von Stichverletzungen. In einem Statement der Familie heißt es: „Mit tiefem Schmerz geben wir das tragische Ableben von Michele und Rob Reiner bekannt. Wir sind am Boden zerstört und bitten in dieser unvorstellbar schweren Zeit um Privatsphäre“, berichtet „Variety“. 

Sohn Nick Reiner im Fokus der Ermittlungen

Besonders tragisch: Nach Angaben mehrerer Quellen, die mit der Familie gesprochen haben, soll Sohn Nick Reiner an der Tat beteiligt sein, wie „People“ meldet. Die Polizei hat dies bislang nicht offiziell bestätigt, klar ist jedoch, dass der 32-Jährige lebt und befragt wird.

In einem früheren „People“-Interview sprach Nick offen über seine langjährige Drogenabhängigkeit, Zeiten der Obdachlosigkeit und darüber, wie diese Erfahrungen in das Drehbuch zu „Being Charlie“ einflossen. „Ich habe mich wieder an das Leben in L.A. und meine Familie gewöhnt“, sagte er damals.

Rob Reiner: Stilprägende Karriere zwischen Sitcom und Kino

Rob Reiner, geboren 1947, prägte zunächst als Schauspieler den TV-Klassiker „All in the Family“, bevor er sich als Regisseur einen Namen machte. Sein Debüt „This Is Spinal Tap“ setzte 1984 mit Mockumentary-Ästhetik und Improvisationen neue Akzente.

Mit Filmen in verschiedenen Genres wie „Stand by Me“, „Die Braut des Prinzen“, „Harry und Sally“ und „Misery“ bewies er seine Vielseitigkeit – vom märchenhaftem Fantasy-Look bis zu kühler Thriller-Optik und romantischer Komödie. Sein jüngstes Projekt war „Spinal Tap II: The End Continues“, erneut mit dem kultigen Rockband-Universum.

Rob Reiner privat

Michele Singer Reiner lernte Rob bei den Dreharbeiten zu „Harry und Sally“ kennen. 1989 heiratete das Paar, aus der Ehe gingen drei Kinder hervor. Zuvor war der Filmemacher mit Schauspielerin und Regisseurin Penny Marshall verheiratet.

Politisches Engagement prägt Reiners öffentlichen Auftritt

Neben der Filmkarriere war Rob Reiner auch politisch aktiv. Er unterstützte demokratische Kandidaten, engagierte sich für Bürgerrechte und setzte sich gegen die Tabaklobby ein. Doch vor allem als Filmemacher setzte er sich ein Denkmal.

In einem Interview mit „The Guardian“ sagte er einst: „Ich mache die Filme, die ich machen möchte. Die Studios wollen Hunderte Millionen Dollar Gewinn machen, und das erreicht man nicht mit einem kleinen Film... Aber ich bin in dieses Geschäft gekommen, um mich auszudrücken und Geschichten zu erzählen, nicht um einfach nur Produkte am Fließband zu produzieren.“