Der Schauspieler Jan Fedder starb am 30. Dezember 2019 im Alter von 64 Jahren in seiner Wohnung in Hamburg. Die Hamburger Polizei bestätigte damals einen Einsatz an seiner Adresse, nachdem ein Freund ihn dort leblos gefunden hatte.

Sein Tod traf viele Menschen besonders hart, weil Fedder über Jahrzehnte zu den prägenden Gesichtern des deutschen Fernsehens gehörte. Privat war er eng mit Hamburg verbunden: Er wuchs in St. Pauli auf, lebte später wieder dort und war seit 2000 mit seiner Frau Marion verheiratet.

Jan Fedder starb in seiner Hamburger Wohnung

Die Nachricht von seinem Tod verbreitete sich Ende 2019 schnell. Zwei Wochen später fand die Trauerfeier an einem Ort statt, der für Jan Fedder eine besondere Bedeutung hatte: im Hamburger Michel. Dort hatte er als Kind im Knabenchor gesungen. Im Anschluss zog ein Trauerkonvoi über St. Pauli. Beigesetzt wurde er wenig später im engsten Kreis auf dem Ohlsdorfer Friedhof. Bis heute erinnert in Hamburg auch die Jan-Fedder-Promenade an den Schauspieler.

Krebsdiagnose traf Jan Fedder im Jahr 2012

Schon Jahre vor seinem Tod hatte Jan Fedder mit ernsten gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Im Herbst 2012 wurde bei ihm die Vorstufe eines Mundhöhlenkarzinoms festgestellt. Daraufhin gab er das Rauchen auf, unterzog sich einer Strahlentherapie und musste sich ein Drittel seiner Zunge entfernen lassen. Der Schauspieler zog sich zurück und pausierte beruflich für rund ein Jahr.

Später kamen weitere Belastungen hinzu: 2016 erlitt er bei einem Sturz mehrere Knochenbrüche. Im Juni 2019 machte er zudem öffentlich, dass er seit längerer Zeit auf einen Rollstuhl angewiesen war. 

Marion Fedder nannte den plötzlichen Herztod

Die eigentliche Todesursache war jedoch nicht der Krebs. Marion Fedder sagte laut „Bunte“, dass ihr Mann „am plötzlichen Herztod“ starb. „Der Krebs war lange weg, er hatte ihn besiegt“, so Marion Fedder. Damit wurde deutlich, dass die frühere Krebserkrankung zwar ein schwerer Einschnitt gewesen war, letztlich aber nicht zu seinem Tod führte.

Weiter erklärte sie, dass niemand im engen Umfeld mit einem so schnellen Ende gerechnet habe: „Jan selber auch nicht. Trotz aller Krankheiten, die ihn zuletzt geplagt hatten – eine Blutvergiftung im Bein, Knochenbrüche in Schulter und Fuß –, hatte er eine unbändige Freude am Leben. Er wollte noch nicht gehen.“

Jan Fedder prägte Das Boot und Großstadtrevier

Seine Karriere begann früh: Bereits als Kind stand Jan Fedder auf der Bühne und vor der Kamera. Eine erste größere Filmrolle hatte er als Bootsmannsmaat Pilgrim in „Das Boot“. Ein Millionenpublikum erreichte er später vor allem mit der Rolle des Polizisten Dirk Matthies in „Großstadtrevier“.

Ebenso eng mit ihm verbunden ist die Figur Kurt Brakelmann aus „Neues aus Büttenwarder“ an der Seite von Peter Heinrich Brix. Hinzu kamen Auftritte in „Soul Kitchen“, Arbeiten als Synchronsprecher und seine Zeit als Sänger der Band Big Balls.