Moderatorin Esther Sedlaczek begleitet gemeinsam mit Bastian Schweinsteiger die WM-Berichterstattung im TV. Doch statt nur über Fußball zu sprechen, steht die 40-Jährige plötzlich wegen eines manipulierten Bildes im Mittelpunkt.

Auf einem Instagram-Post einer Sportseite wurde ihr per KI eine stark veränderte Oberweite hinzugefügt. Was als vermeintlicher Netz-Gag verbreitet wurde, löste bei vielen Nutzerinnen und Nutzern Empörung aus. 

Esther Sedlaczek wird mit KI-Bild sexualisiert

Influencerin Louisa Dellert teilte einen Screenshot des Posts und kritisierte die Darstellung scharf. „Stell dir vor, du bist Sportmoderatorin und sprichst über Fußball und Männer wollen einfach nur größere Brüste sehen“, schrieb sie auf Instagram. 

Bastian Schweinsteiger blieb auf vergleichbaren Bildern offenbar unverändert. Genau dieser Unterschied macht für viele den Kern des Problems sichtbar. Nicht sportliche Kompetenz steht im Fokus, sondern der weibliche Körper, der digital nach fremden Vorstellungen umgeformt wird.

Sportschau reagiert deutlich auf den Post

Auch der offizielle Account der „Sportschau“ meldete sich unter Dellerts Beitrag zu Wort. Das Social-Media-Team schrieb: „Mega gut, dass du das aufgegriffen hast. Echt krass, dass so was 2026 immer noch Anklang findet.“ 

Zahlreiche weitere Stimmen schlossen sich an. Moderatorin Annika Lau kommentierte, Esther sei „perfekt – so wie sie ist“. Andere forderten sogar ein Verbot von KI-gestützten Veränderungen an Körpern: „Modifizierungen von Körpern sollten bei KI verboten werden – in jeglicher Art“, heißt es.

Ebenfall zu lesen:Boahr das geht gar nicht!“, „Das ist so eklig“ oder „Es wird immer absurder. Unverschämt hoch 10.“ Die Reaktionen zeigen, wie groß der Unmut über solche Darstellungen inzwischen ist und wie sensibel das Thema im Netz diskutiert wird.

Frei erfundene Zitate verschärfen das Problem

Neben manipulierten Fotos verbreiten sich im WM-Kontext auch falsche Aussagen, die offenbar mit KI erstellt oder zumindest stark befeuert werden. Etwa ein angebliches Zitat von Jürgen Klopp über Trinkpausen, das international weitergetragen wurde, obwohl es nie gefallen sein soll, berichtet „Express“. Auch dem irischen TV-Experten Roy Keane wurden harte Worte zur Türkei zugeschrieben, die aus einem Account mit fiktiven Zitaten stammten.