Schauspieler Matt Clark, vielen Filmfans durch „Zurück in die Zukunft“ vertraut, ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Wie seine Familie dem US-Portal TMZ mitteilte, starb der Darsteller am Sonntagmorgen in seinem Haus in Austin, Texas, an Komplikationen nach einer Rückenoperation. Clark galt in Hollywood als verlässlicher Charakterkopf, der jahrzehntelang an der Seite großer Stars vor der Kamera stand – ohne selbst das Rampenlicht zu suchen. 

Matt Clark zeigt beeindruckende Western-Karriere

Gerade im Western-Genre hinterließ Filmschauspieler Matt Clark tiefe Spuren. Er stand mit Clint Eastwood und John Wayne vor der Kamera und war in Klassikern wie „The Outlaw Josey Wales“, „The Cowboys“ oder „Jeremiah Johnson“ zu sehen. In „Brubaker“ spielte er an der Seite von Robert Redford eine seiner markantesten Rollen als Purcell.

Charakterdarsteller prägt Kino-Klassiker

Neben den Western wirkte Matt Clark in zahlreichen Filmklassikern mit, die Filmgeschichte schrieben. Schon früh war er in „In der Hitze der Nacht“ zu sehen, später folgten „The Driver“, „White Lightning“, „Country“ und der Kultfilm „The Adventures of Buckaroo Banzai Across the 8th Dimension“.

In „Zurück in die Zukunft“ gab er den Barkeeper im Wilden Westen und wurde so auch einem jüngeren Publikum ein Begriff. Noch in den 2010er-Jahren stand er für das Baseball-Drama „42“ vor der Kamera. Regisseur Brian Helgeland würdigte ihn rückblickend als Künstler, der jede Szene verstand und „ein echter Schauspieler“ gewesen sei, der bis zum letzten Drehtag voller Einsatzfreude blieb.

Matt Clark präsentiert sich auch als Regisseur

Nicht nur als Darsteller, auch hinter der Kamera setzte Matt Clark Akzente. 1988 inszenierte er den Kinofilm „Da“, in dem unter anderem Martin Sheen und sein früher Schauspiellehrer William Hickey mitspielten. Das Drama erzählt von einem New Yorker Autor, der zur Beerdigung seines Vaters nach Irland zurückkehrt – ein Stoff, der Clarks Sinn für leise, menschliche Geschichten zeigte.

Zuvor hatte er sich am Theater in New York ausbilden lassen, unter anderem am HB Studio, und war Teil des experimentellen Living Theatre. Am Broadway arbeitete er als Understudy für Martin Sheen in „The Subject Was Roses“ und legte damit den Grundstein für seine lange Laufbahn in Film und Fernsehen.

Familie zeigt privates Bild des Schauspielers

Abseits der Leinwand führte Matt Clark ein bodenständiges Leben. Geboren 1936 in Washington und aufgewachsen in Arlington, Virginia, diente er zwei Jahre in der US-Armee, studierte kurz Betriebswirtschaft und wandte sich dann endgültig der Schauspielerei zu.

Seine Familie beschreibt ihn als Menschen mit festem moralischem Kompass, der seine engsten Freundschaften über sechs Jahrzehnte pflegte und sogar sein eigenes Haus mit den eigenen Händen baute. „Er fühlte sich glücklich mit seiner Karriere und starb so, wie er gelebt hat – zu seinen Bedingungen“, so seine Angehörigen laut TMZ. Neben seiner dritten Ehefrau Sharon hinterlässt er mehrere Kinder, Enkel und Urenkel, die seine Erinnerung weitertragen.