Der frühere Moderator und Redakteur Gisbert Baltes ist tot. Er starb im Alter von 75 Jahren „nach langer schwerer Krankheit“, wie der WDR berichtet. Baltes hinterlässt seine Frau und zwei Kinder. Über Jahrzehnte gehörte er zu den prägenden Stimmen der Karnevalsberichterstattung aus Köln und war für viele Zuschauer eng mit den Liveübertragungen zum Straßenkarneval verbunden. Besonders bekannt war sein Begrüßungssatz: „Hier ist Köln, hier ist der Alter Markt!“
Gisbert Baltes prägte den Kölner Karneval im WDR
Baltes berichtete vom närrischen Treiben in der Domstadt und begleitete über viele Jahre die Proklamation der Kölner Dreigestirne im Gürzenich. Nicht nur als Moderator sondern auch als verantwortlicher Redakteur war er für die Übertragung der Veranstaltung zuständig.
Zudem stand er mehr als zwei Dutzend Dreigestirnen bei ihren ersten Auftritten im WDR-Fernsehen zur Seite. Auch die ARD-Livereportagen zum Auftakt des Straßenkarnevals in der Kölner Altstadt trugen seine Handschrift. Für viele gehörte seine Stimme fest zu den Übertragungen aus Köln.
Vom Sauerland ins Fernsehen des Rheinlands
Der Moderator kam aus dem Sauerland und blieb seiner Heimat eng verbunden. Auch zum Rheinland entstand eine enge Bindung. Zwölf Jahre moderierte er beim Radiosender WDR 2 die Sendung „Zwischen Rhein und Weser“, bevor er zum Fernsehen wechselte.
Als Reporter berichtete er regelmäßig vom Kölner Rosenmontagszug und moderierte gemeinsam mit Marita Köllner die „Närrische Hitparade“. Auch Formate wie „Klingendes NRW“ gehörten zu seinem Arbeitsfeld beim WDR.
Abschied 2016 mit Auftritt als Dreigestirn
Im Januar 2016 beendete Baltes seine Tätigkeit als WDR-Redakteur. Seinen Abschied feierte er auf der Bühne der ARD-Fernsehsitzung mit einem besonderen Auftritt als personifiziertes Dreigestirn. Er trug die Zöpfe der Jungfrau, den Ornat des Bauern und die roten Schuhe des Prinzen.
Die Unterhaltungschefin des WDR Karin Kuhn beschrieb ihn laut des Senders als „selbstbewusst, humorvoll“ und sagte, er habe „das Herz auf der Zunge“ getragen. Baltes sei „ein Garant für erfolgreiches Unterhaltungsprogramm aus NRW“ gewesen.
Karin Kuhn würdigte zudem sein großes Herz für Musik und Brauchtum sowie sein Fachwissen und seine „jecken Ideen“ im Karneval.