Die TV- und Filmszene trauert um Schauspielerin Jennifer Runyon, die im Alter von 65 Jahren gestorben ist. Die US-Darstellerin wurde vor allem durch ihre Auftritte in „Ghostbusters“ und der CBS-Sitcom „Charles in Charge“ einem breiten Publikum bekannt.
In einem Statement in den sozialen Medien bestätigte ihre Familie, dass Runyon bereits am 6. März im Kreis ihrer Liebsten gestorben ist. Es sei „eine lange und beschwerliche Reise“ gewesen, hieß es in dem Beitrag, in dem ihre Angehörigen betonten, sie werde für ihre Lebensfreude und ihre Hingabe für Familie und Freunde in Erinnerung bleiben.
Jennifer Runyon stirbt nach kurzer Krebserkrankung
Zusätzliche Details zu den Umständen ihres Todes machte ihre langjährige Freundin, Schauspielerin Erin Murphy, öffentlich. Die „Bewitched“-Darstellerin schrieb in einem Facebook-Post, Runyon habe „einen kurzen Kampf gegen den Krebs“ hinter sich. „Bei manchen Menschen weiß man schon vor dem ersten Treffen, dass man mit ihnen befreundet sein wird. Sie war eine besondere Frau. Ich werde dich vermissen, Jenn“, so Murphy weiter.
Ihre Gedanken seien bei der Familie und den Kindern der Verstorbenen. Die Nachricht verbreitete sich rasch in den sozialen Netzwerken und löste große Anteilnahme aus, wie „People“ berichtet.
Karriere von „Ghostbusters“ bis „Charles in Charge“
Jennifer Runyon, geboren am 1. April 1960 in Chicago, startete ihre Filmkarriere 1980 im Slasher „Goodnight - Die Nacht, als Knecht Blutbrecht kam“. 1984 folgten Rollen in „Up the Creek“ und dem Kultfilm „Ghostbusters“, in dem sie in einer ikonischen Szene als Studentin bei einem paranormalen Test an der Seite von Bill Murray und Steven Tash zu sehen war.
Im selben Jahr übernahm sie eine Hauptrolle in der Sitcom „Charles in Charge“ auf CBS. In den 1980er- und 1990er-Jahren war sie zudem in zahlreichen TV-Produktionen präsent, darunter „Ein Colt für alle Fälle“, „Boone“, „The Master“ und „Zurück in die Vergangenheit“.
Rolle als Cindy Brady und zahlreiche Gastauftritte
Ein weiterer prägnanter Moment ihrer Laufbahn war ihre Besetzung als Cindy Brady im TV-Special „A Very Brady Christmas“, in dem sie die Rolle von Susan Olsen übernahm.
Darüber hinaus wirkte Runyon in beliebten Serienformaten mit, etwa in „Mord ist ihr Hobby“, „A Man Called Sarge“ und „Beverly Hills, 90210“. Diese Vielfalt an Rollen zeigte ihre Wandlungsfähigkeit zwischen Comedy, Familienserien und Drama.
Familie, Rückzug aus Hollywood und letzte Jahre
Privat fand Jennifer Runyon ihr Glück mit College-Basketballtrainer Todd Corman, den sie heiratete. Das Paar bekam zwei Kinder, Sohn Wyatt und Tochter Bayley. 2014 erklärte Runyon, sie sei halb im Ruhestand und arbeite als Lehrerin, wie „Variety“ berichtet.
Ihre Tochter Bayley, selbst Schauspielerin mit Auftritten in „9-1-1“, „Chilling Adventures of Sabrina“ und „Jane the Virgin“, verabschiedete sich auf Instagram mit berührenden Worten: „Alle meine besten Seiten kommen von dir. Ich würde alles geben für einen weiteren Tag zusammen.“
Weiter schrieb sie: „Der freundlichste, mitfühlendste Mensch, den ich je gekannt habe. Meine beste Freundin. Ich war nicht bereit dafür.“