Der Schriftsteller und Illustrator Janosch ist tot. Horst Eckert, wie der Künstler bürgerlich hieß, starb am Dienstag im Alter von 95 Jahren auf Teneriffa. Sein Tübinger Verleger Bernhard Feil teilte mit, Janosch sei friedlich eingeschlafen, wie Tagesschau berichtet. Mit Büchern wie „Oh wie schön ist Panama“ wurde er seit den 1970er-Jahren weit über Deutschland hinaus bekannt. Besonders seine Figuren Kleiner Tiger, Kleiner Bär und die Tigerente prägten Kinderzimmer über Jahrzehnte und machten seinen Namen für mehrere Generationen untrennbar mit Kindheitserinnerungen.
Janosch feierte 1978 mit „Oh wie schön ist Panama“ den Durchbruch
Schon als Kind wollte Horst Eckert Maler werden. Den internationalen Erfolg brachte ihm 1978 die illustrierte Kindergeschichte „Oh wie schön ist Panama“. Darin traten auch jene Figuren auf, die später zu seinen bekanntesten Schöpfungen wurden: der Kleine Tiger, der Kleine Bär, Günter Kastenfrosch und die Tigerente.
Die schwarz-gelb gestreifte Figur wurde später zum Kultobjekt und gab auch dem „Tigerenten Club“ ihren Namen. Seine Bücher vermittelten mit Humor und einfachen Bildern Geschichten, die Kinder seit Jahrzehnten begleiten.
Tigerente, Tassen und Fahrräder machten Janosch zur Marke
Aus den Figuren aus seinen Büchern wurde weit mehr als nur Literatur. Tiger, Bär und Tigerente wurden erfolgreich in Lizenz vermarktet und erschienen auf Tassen, Fahrrädern, Schnullern und vielen weiteren Produkten. So wurde Janosch auch wirtschaftlich zu einer festen Größe.
Obwohl die Tigerente in den Geschichten nie die Hauptrolle spielte, entwickelte sie sich zu einer seiner bekanntesten Erfindungen. Ihr erster Auftritt lag ebenfalls in „Oh wie schön ist Panama“, jenem Buch, das seinen Namen international trug und seinen Stil einem großen Publikum nahebrachte.
Seit den 1990er-Jahren lebte der Künstler auf Teneriffa
Nach den großen Bucherfolgen zog sich Janosch auf die Kanareninsel Teneriffa zurück. Dort lebte er seit den 1990er-Jahren, nach anderer Darstellung bereits seit den 1980er-Jahren, und machte die Insel zu seiner Wahlheimat. 2010 beendete er seine schriftstellerische Karriere.
„Ich will nur noch reisen und in der Hängematte liegen“, sagte Janosch laut WDR. Auch nach diesem Schritt blieb sein Werk präsent, weil seine Bücher, Zeichnungen und Figuren weiter verbreitet wurden und in vielen Familien ihren festen Platz behielten.
Hochzeit 2013 und Stiftung Canarina mit Ehefrau Ines
Auch privat setzte Janosch auf Teneriffa wichtige Schritte. 2013 heiratete er seine langjährige Lebensgefährtin Ines. Gemeinsam gründete das Paar 2021 die Natur- und Umweltstiftung Canarina. Ihr Ziel war der Schutz der artenreichen Natur der Kanarischen Inseln. Damit blieb sein Leben auf Teneriffa nicht nur ein Rückzug nach den Erfolgsjahren, sondern war auch mit einem gemeinsamen Projekt für die Region verbunden.
Mit seinem Tod endet nun das Leben eines Künstlers, dessen Bücher und Figuren weit über die Literatur hinaus Spuren hinterlassen haben.
Quellen: www1.wdr.de, Gala, tagesschau.de, KI-unterstützt