Schauspielerin Senta Berger (85) gehört seit Jahrzehnten zu den prägenden Gesichtern des deutschen Films. Nun zeigt sie sich in einem selten persönlichen Moment. Nach dem Tod ihres Mannes Michael Verhoeven (†85) und dem Verlust ihres langjährigen Freundes und Filmpartners Mario Adorf (†95) spricht sie über eine Trauer, die nicht vergeht.

Senta Berger spricht offen über den Tod ihres Mannes

Trotz dieser schweren Einschnitte arbeitet Berger weiter. Aktuell ist sie für ihre Rolle in „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ für den Deutschen Filmpreis als beste weibliche Hauptrolle nominiert.

Wie der „Stern“ berichtet, fand Berger deutliche Worte für ihre Erfahrungen mit Verlust. „Machen Sie sich keinerlei Hoffnung, es wird nie besser, jeder Tod eines geliebten Menschen ist aufs Neue grausam. Man gewöhnt sich nicht daran“, so Senta Berger gegenüber dem „Stern“.

Die Aussage zeigt, wie tief die Einschnitte der vergangenen Monate sitzen. Vor rund einem Jahr starb Regisseur Michael Verhoeven kurz vor den Dreharbeiten zu „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“. In diesem Jahr musste Berger dann auch noch Abschied von Mario Adorf nehmen.

Michael Verhoeven starb kurz vor dem Dreh

Der Tod ihres Ehemanns traf die Schauspielerin in einer Phase, in der beruflich noch einmal ein wichtiger Film anstand. Verhoeven starb im April 2024 im Alter von 85 Jahren, unmittelbar vor Beginn der Arbeiten an „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“.

Auch Mario Adorf, mit dem Berger über viele Jahre verbunden war, starb 2026 in Frankreich im Alter von 95 Jahren. Die beiden Verluste liegen zeitlich nah beieinander und prägen die Gegenwart der Darstellerin deutlich.

Senta Berger ist für den Deutschen Filmpreis nominiert

Trotz persönlicher Schicksalsschläge blieb Berger ihrer Arbeit treu. Für ihre Leistung in dem Film ist sie derzeit als beste weibliche Hauptrolle für den Deutschen Filmpreis vorgeschlagen. Das ist nicht die erste wichtige Ehrung in ihrer Laufbahn.

Bereits vor fünf Jahren erhielt sie bei der Veranstaltung den Preis für ihr Lebenswerk. Damit wird einmal mehr sichtbar, welchen Stellenwert sie im deutschen Kino hat. Ihre aktuelle Nominierung zeigt zugleich, dass Berger auch mit 85 Jahren künstlerisch präsent und gefragt bleibt.

Senta Berger nennt Schauspielerei auch demütigend

Neben der Trauer sprach Berger auch über die Schattenseiten ihres Berufs. Laut „Welt“ sagte sie über Castings und Absagen: „Jedes Mal, wenn man Probeaufnahmen macht und dann ein anderer für eine Rolle vorgezogen wird, schmerzt das. Wieso der oder die, wieso bin ich nichts wert? Da kann man nicht gelassen sein. Man fühlt sich hilflos“, sagte Senta Berger.