Für Sarah Engels war der Auftritt im ersten ESC-Halbfinale mehr als nur eine Pflichtstation vor dem Finale. Deutschland ist als Teil der Big Four zwar bereits gesetzt, musste dem Publikum den Song „Fire” aber trotzdem vorab präsentieren.

In der Wiener Stadthalle stand die Sängerin auf der Bühne und lieferte eine intensive Show mit Tanz, Kostümwechsel und viel Pyrotechnik. Während die Wettanbieter Deutschland bislang eher im hinteren Mittelfeld sehen, fiel die Resonanz nach der Generalprobe im Netz auffallend freundlich aus.

Sarah Engels wird nach „Fire” als Geheimfavoritin gehandelt

Vor allem internationale Fans reagierten auf den deutschen Beitrag mit viel Lob. Ein Zuschauer aus Venezuela schrieb auf X, Sarah Engels habe einen „starken, soliden Auftritt” hingelegt und hoffe auf Punkte für Deutschland.

Ein anderer bezeichnete sie sogar als „absolutes Dark Horse”, also als unerwarteten Geheimfavoriten. Auch weitere Kommentare klangen deutlich wohlwollend: Der beste Song, den Deutschland seit Jahren eingereicht hat“ oderDeutschland geht dieses Jahr auf die Top 10 los“, ist unter anderem zu lesen.

Sarah Engels überzeugt mit Tanz, Stunt und Kostümwechsel

Drei Minuten lang setzte Sarah Engels auf Tempo und Präzision. Sie erschien zunächst in einem weißen Kleid mit braunen Lederstiefeln, bevor während der Performance ein Wechsel in einen goldenen Glitzerbody folgte.

Begleitet von vier Tänzerinnen nahm sie die Bühne ein und zeigte auch einen riskanten Moment: In der Mitte des Songs ließ sie sich aus rund zwei Metern Höhe in die Arme ihrer Tänzerinnen fallen. Dazu kamen Flammen-Effekte und eine durchgehend dynamische Choreografie, die den Titel „Fire” auch visuell stark aufgriff.

Deutsche ESC-Fans loben Sarah Engels deutlich

Nicht nur international, auch aus Deutschland kamen viele positive Stimmen. „Man kann gegen Sarah und den Song sagen, was man will, aber eins muss man ihr lassen: Singen und tanzen kann sie einfach”, so ein Zuschauer.

Ein anderer schrieb, er sei vor dem Vorentscheid noch skeptisch gewesen, halte den Auftritt nun aber für stark und sehe endlich wieder einen Beitrag, für den man sich nicht schämen müsse. Im Netz war außerdem zu lesen, Deutschland habe „Feuer zum ESC gebracht”.

ESC-Finale mit Israel, Schweden und Finnland

Parallel zum deutschen Auftritt wurde im ersten Halbfinale auch über die Finaltickets entschieden. Neben Deutschland und Italien, die außer Konkurrenz auftraten, schafften es unter anderem Israel, Schweden, Finnland und Griechenland in die Endrunde. Für Portugal, Georgien, Montenegro, Estland und San Marino war dagegen Schluss.

Dass Sarah Engels nun deutlich mehr Zuspruch erhält als noch vor wenigen Wochen, passt zu einem weiteren Detail: „Fire” war zuletzt der meistgesuchte deutsche Beitrag bei Google. Für das Finale bringt das zwar noch keine Punkte, aber Rückenwind schon.