Gaby Kösters Leben hat sich seit ihrem Schlaganfall 2008 grundlegend verändert. Mit 64 Jahren lebt sie heute allein in ihrem Haus, organisiert ihren Alltag mit Einschränkungen und versucht, sich ihren Optimismus zu bewahren. Jedoch bereitet ihr ihre finanzielle Situation große Sorgen.

Gaby Köster lebt vom Dispo

Besonders belastend sind für Gaby Köster ihre Geldsorgen. Gegenüber „Bunte“ machte sie deutlich, wie angespannt ihre Lage inzwischen ist: „Die Rücklagen aus den guten Zeiten sind längst aufgebraucht. Ich lebe vom Dispo und habe mein Haus beliehen. Das macht mir wirklich schlaflose Nächte.“

Vor allem ein Gedanke treibt sie um: die Zukunft ihres Sohnes.Ich wollte niemals, dass mein Sohn von mir Schulden erbt. Er hat mal zu mir gesagt: Mama, mein Schatz – wenn ich mit dem Studium fertig bin, dann verdiene ich gut, das reicht für uns beide. Da hätte ich fast geweint“, so Köster.

Gaby Köster erinnert sich an die Zeit auf der Intensivstation

Neben den Geldsorgen sprach Köster auch über den dramatischen Beginn ihres langen Weges zurück ins Leben. Nach dem Schlaganfall stand es zeitweise sehr schlecht um sie: „Ich erinnere mich daran, wie die Ärzte bei einem Schichtwechsel auf der Intensivstation miteinander sprachen und meinten, dass sie keinen Pfifferling mehr darauf geben würden, dass ich es überlebe." 

Wenn sie diesen Moment mit ihrer heutigen Situation vergleicht, ordnet sie vieles neu ein. Heute gehe es ihr „doch ganz gut“, aber: „Blöd ist nur, dass mein linker Arm nicht mehr richtig mitspielen möchte und das Gehen noch immer sehr mühsam ist.“

Gaby Köster findet Kraft in Alltag und Spiritualität

Trotz aller Einschränkungen beschreibt Köster ihr Leben nicht als trostlos. Einsam sei sie nicht, stattdessen halte sie sich mit vielen Dingen beschäftigt. Sie male viel, lese gern und sei bei gutem Wetter mit ihrem E-Rolli unterwegs.

Auch Spiritualität spielt für sie eine wichtige Rolle und gibt ihr nach eigener Aussage Kraft. Dabei machen sie auch die kleinen Dinge oft zufrieden: Ich bin immer glücklich, wenn die Sonne scheint.“ Und wenn das Wetter nicht mitspielt, greift sie zu knallbunter Kleidung und schafft sich damit selbst Helligkeit im Tag.