Große Verunsicherung um Vincent Gross (29). Seit Monaten kursiert auf YouTube ein Video, das den Schlagersänger mit einer angeblichen Darmkrebsdiagnose in Verbindung bringt und ihn im Titel sogar für tot erklärt. Das Kreuz hinter seinem Alter erweckt den Eindruck, der 29-Jährige sei bereits gestorben.
Vincent Gross stellt klar, dass er kerngesund ist
Gross meldete sich dazu selbst bei Instagram zu Wort und stellte klar, dass es ihm gut geht. Zugleich machte er öffentlich, wie professionell solche Falschmeldungen inzwischen aufgezogen werden und warum sie für viele Nutzer auf den ersten Blick glaubwürdig wirken.
In seinem Instagram-Video reagierte der Musiker mit einer Mischung aus Ironie und Ärger auf die Behauptungen. „Bin letzte Woche anscheinend an Darmkrebs gestorben. Keine Angst. Ich bin wohlauf und kerngesund!“, schrieb Vincent Gross laut t-online.de.
Damit wollte er seine Fans beruhigen und zugleich auf die erfundene Geschichte aufmerksam machen. In dem Clip kritisierte er auch weitere falsche Angaben aus dem Video. Dort werden ihm sogar Lieder wie „Joana“ zugeschrieben. Gross stellte klar, dass diese Titel gar nicht zu seinem Repertoire gehören.
KI-Clip nutzt Bilder von Günther Jauch und Beatrice Egli
Der rund elf Minuten lange Beitrag ist laut den Berichten mit künstlicher Intelligenz erstellt worden. Gleich zu Beginn ist Moderator Günther Jauch (70) zu sehen, danach folgen zahlreiche Bilder von Vincent Gross. Dazu spricht eine Männerstimme aus dem Off über eine angebliche Diagnose, die der Sänger lange geheim gehalten habe.
Auch Schlagersängerin Beatrice Egli (38) taucht in dem Zusammenhang auf. In einem Vorschaubild ist sie offenbar trauernd mit einem Foto von Gross vor einem Sarg zu sehen. Das Video war bereits vor etwa einem halben Jahr veröffentlicht worden und wurde schon mehr als 5.000 Mal angeklickt.
Vincent Gross warnt vor einer gezielten Betrugsmasche
Für den Sänger steckt hinter dem Clip kein harmloser Scherz, sondern ein Geschäftsmodell. „Die Betrüger werden immer perfider“, sagte Vincent Gross laut Spiegel. Nach seiner Darstellung setzen die Urheber auf erfundene Todesmeldungen und Krankheitsgeschichten, um möglichst viele Klicks zu erzeugen.
Vor den Videos werde Werbung geschaltet, über die dann Geld verdient werde. Gross erklärte, er habe den Fall auch deshalb öffentlich gemacht, um seine Community präventiv zu informieren. Auf dem betroffenen Kanal sollen zudem ähnliche Falschmeldungen über weitere Schlagerstars verbreitet worden sein.
Kritik an YouTube und Appell an die Nutzer
Besonders deutlich wurde Gross bei seiner Kritik an der Plattform. Er fragte, warum YouTube bei den heutigen technischen Möglichkeiten solche Inhalte nicht automatisch erkenne und entferne. In seinem Video sagte er außerdem, er sei in dieser Woche schon zum dritten Mal für tot erklärt worden.
Wie web.de berichtet, forderte er seine Fans auf, nicht alles zu glauben und verdächtige Videos direkt zu melden. Der Fall zeigt, wie schnell KI-generierte Inhalte Angst auslösen können, selbst wenn die Behauptungen frei erfunden sind.