Sängerin Sarah Engels hat es geschafft: Die 33-Jährige wird Deutschland beim Eurovision Song Contest vertreten. In der ARD-Show „Eurovision Song Contest – Das Deutsche Finale“ setzte sich die Kölnerin in Berlin gegen acht Mitbewerber durch und sicherte sich mit ihrem Song „Fire“ das Ticket nach Wien. Zunächst wählte eine internationale Jury aus neun Acts die drei Favoriten, anschließend entschied das TV-Publikum – und stellte sich klar hinter Engels. Ihr Titel „Fire“ ist eine kraftvolle Popnummer, die Frauen ermutigen soll, ihren eigenen Weg zu gehen und an ihre Träume zu glauben.

Sarah Engels jubelt über „größte Chance“ ihrer Karriere

Direkt nach dem Sieg wirkte Pop-Sängerin Sarah Engels überwältigt. „Das Gefühl ist so verrückt! Ich kann es noch gar nicht glauben, dass ich Deutschland beim ESC vertreten darf. Das ist alles noch so unwirklich. Ich freue mich einfach so sehr und bin megahappy“, sagte sie im Gespräch mit Bild. Den Show-Abend beschreibt sie als „Achterbahn der Gefühle“ mit Tränen, Lachen und großer Anspannung. Besonders wichtig war ihr, dass der Funke ihres Auftritts auf das Publikum überging – für sie ist der ESC nun „die größte Chance meiner ganzen Karriere“.

Jury-Favoriten, Fanliebling wavyyboi und ESC-Historie

Beim deutschen Vorentscheid traten insgesamt neun Acts an, darunter der nicht-binäre Künstler wavyyboi mit „Black glitter“ und Sängerin Molly Sue mit „Optimist (Ha Ha Ha)“. Eine internationale Jury aus 20 Ländern filterte zunächst die drei stärksten Beiträge heraus, bevor das Publikum Sarah Engels zur Siegerin wählte. In den vergangenen Jahren tat sich Deutschland beim ESC schwer: Häufig landeten die Beiträge auf den hinteren Plätzen. Positiv ragte Michael Schulte 2018 mit Rang vier heraus, während Isaak 2024 Platz zwölf und das Duo Abor & Tynna 2025 Platz 15 erreichten. Umso größer ist nun die Hoffnung, mit einem klassischen, eingängigen Pop-Song wieder weiter vorne mitzuspielen.

Familienrückhalt und Karriereweg der 33-Jährigen

Für die zweifache Mutter spielt die Unterstützung ihrer Liebsten eine zentrale Rolle. Ihre Kinder fieberten vor dem Fernseher mit und gaben ihr einen Glücksbringer mit, der „offenbar geholfen hat“, so Engels. Zum Finale in Wien will sie die ganze Familie mitnehmen. Ihren Durchbruch schaffte die Künstlerin 2011 als Zweitplatzierte der Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“. Seitdem veröffentlichte sie mehrere Alben, trat in Formaten wie „Let’s Dance“, „The Masked Singer“, „Das große Promibacken“ und „Dancing on Ice“ auf und steht inzwischen auch als Musical-Darstellerin in „Moulin Rouge!“ auf der Bühne. Von 2013 bis 2019 war sie mit Sänger Pietro Lombardi verheiratet, mit dem sie einen Sohn hat.

ESC in Wien, politische Debatten und ein starkes Outfit

Der 70. Eurovision Song Contest findet am 16. Mai in Wien statt, nachdem der österreichische Countertenor JJ im Vorjahr mit „Wasted Love“ gewann. Deutschland ist als einer der größten Geldgeber direkt für das Finale gesetzt, ebenso wie Frankreich, Großbritannien, Italien und Gastgeber Österreich. In diesem Jahr nehmen 35 Länder teil, mehrere Staaten boykottieren die Veranstaltung wegen der Teilnahme Israels und der Kritik am Vorgehen im Gazastreifen. Auf der Bühne setzte Engels neben Pyroeffekten und akrobatischen Tanzeinlagen auf ein weinrotes, körperbetontes Outfit. „Wir Frauen sollen sexy und laut sein dürfen und so, wie wir sind“, erklärte sie gegenüber Bild und betonte, sie liebe ihre Kurven – diese Selbstakzeptanz wünsche sie jeder Frau.