Mit „Einfach Elli“ präsentiert das ZDF eine neue Primetime-Reihe, die dramatische Geschichten mit einer starken Portion Heimatgefühl verbindet. Im Mittelpunkt steht die Notfallsanitäterin Elli Kempfer. Sie kehrt zurück in ihre Heimat im Karwendelgebirge und arbeitet dort in einer Klinik. Dabei erlebt sie nicht nur spektakuläre Rettungseinsätze und bewegende Begegnungen, sondern wird auch zunehmend mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert.

Da Elli mit ADHS lebt, steht sie noch vor ganz anderen Herausforderungen. Diese besondere Perspektive eröffnet ihr aber auch neue Blickwinkel. 

Klara Deutschmann führt als Elli durch Bergdrama

Schauspielerin Klara Deutschmann trägt die neue Reihe als Titelheldin. Die 36-Jährige, Tochter der Schauspieler Heikko Deutschmann und Heike Falkenberg, hat sich bereits in Produktionen wie „Charité“, „Hubert und Staller“ und „Reiterhof Wildenstein“ etabliert.

Über „Einfach Elli“ sagt sie im „Südkurier“-Interview: „Wir haben einen starken Hauptcast und spannende Geschichten. Eine Frau führt durch die Filme, die als Rettungssanitäterin in herausfordernde Situationen gerät und diese mit viel Mut und Empathie meistert.“

Elli gehe ihren eigenen Weg und helfe auf unkonventionelle Art dort, wo sie gebraucht werde – auch wenn sie dabei gelegentlich über ihre Grenzen hinausgeht.

Neuer ZDF-Sendeplatz nach dem „Bergdoktor“

Die Reihe übernimmt den prominenten Sendeplatz des „Bergdoktors“ am Mittwochabend um 20.15 Uhr. Der Vergleich liegt nahe, doch Deutschmann betont die Eigenständigkeit des Formats. „Wir haben uns nicht an unserem Sendeplatz-Vorgänger orientiert, sondern machen etwas Eigenes“, so die Schauspielerin.

Die Folgen leben vom „Spannungsfeld zwischen Notfall- und Rettungseinsätzen“ einerseits und privaten Herausforderungen andererseits. Die Figuren verhandeln neben beruflichen Aufgaben fortlaufende persönliche Geschichten. Elli wird dabei als „nahbare Heldin mit kleinen Unzulänglichkeiten“ gezeichnet – gerade diese Brüche machen sie besonders menschlich, so die Schauspielerin.

ADHS als Stärke der Hauptfigur Elli Kempfer

Ein zentrales Thema der Serie ist Ellis ADHS-Diagnose. Sie geht offen damit um und zeigt, wie vielfältig Neurodiversität im Alltag sein kann. Deutschmann berichtet, sie habe durch Freundinnen und Freunde mit ADHS und intensive Recherche gelernt, wie unterschiedlich sich die Symptomatik äußert, auch geschlechterspezifisch.

Klischees von reiner Hyperaktivität und Konzentrationsschwäche greift die Serie bewusst nicht auf. „Mir war wichtig zu zeigen, dass ADHS kein Handicap ist, sondern eine besondere Wahrnehmung der Welt“, erklärt sie. ADHS könne eine Bereicherung und sogar eine Gabe sein – mit speziellen Herausforderungen, aber auch besonderen Stärken, die Elli in ihrem Beruf nutzt.