Patrice Aminati hat in den vergangenen Tagen mit sehr persönlichen Einblicken auf sich aufmerksam gemacht. Die 31-Jährige sprach im Fernsehen über ihre unheilbare Krebserkrankung, erhielt zum Geburtstag eine öffentliche Botschaft ihrer Familie und machte zugleich klar, dass sie ihren Kampfgeist nicht verliert. Dabei geht es ihr nicht nur um die eigene Geschichte, sondern auch um ein größeres Thema: mehr Aufmerksamkeit für Vorsorge, einen respektvollen Umgang mit Erkrankten und die Frage, wie sichtbar Menschen mit Krebs im Alltag sein dürfen.
Patrice Aminati fordert frühere Vorsorge
In der ARD-Sendung „Hart aber fair“ sprach Patrice Aminati offen über ihren Leidensweg. Sie schilderte, wie ein Leberfleck zunächst entfernt werden sollte, ehe sich herausstellte, dass es schwarzer Hautkrebs mit Metastasen war. „Das war einfach schwarzer Hautkrebs, der metastasiert war!“, so Patrice Aminati. Besonders eindringlich war ihr Appell für Prävention. Aus ihrer Sicht sollten Hautkrebs-Screenings deutlich früher beginnen, am besten schon ab 14 Jahren. Dass entsprechende Untersuchungen gesundheitspolitisch geprüft werden, kritisierte sie deutlich und fragte wiederholt nach konkreten Verbesserungen.
Medikamente bringen Patrice Aminati an Grenzen
Neben ihrem Einsatz für Vorsorge sprach die Moderatorin auch über die Belastung der Therapie. „Ohne Medikamente in voller Dosis geht leider nichts“, erklärte sie. Sobald ein Mittel anschlage, würden sich ihre Leberwerte teils so stark verschlechtern, dass Pausen nötig seien. Genau darin liege die große Gefahr, weil sich Metastasen in dieser Zeit erneut ausbreiten könnten. Trotz dieser schweren Situation fand sie warme Worte für das medizinische Personal. Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte seien für sie eine große Stütze und gäben ihr im Alltag Halt.
Emotionale Worte zu Patrice Aminatis Geburtstag
Auch privat wurde es zuletzt sehr emotional. Zum Geburtstag veröffentlichte ihre Familie einen langen Brief auf Instagram, in dem Mutter, Vater, Schwester Fabienne und Tochter Charly Malika ihre Stärke und Fürsorge hervorhoben. Besonders als Mutter wurde Patrice Aminati darin gewürdigt. „Du bist die liebevollste, fürsorglichste Mama, die man sich für Charly Malika wünschen kann“, heißt es auf Instagram.
Tochter bleibt Patrice Aminatis größter Antrieb
Wie stark ihre Tochter sie trägt, machte Patrice Aminati auch in weiteren Aussagen deutlich. Sie wolle wichtige Momente im Leben ihres Kindes miterleben und sich nicht von Prognosen bestimmen lassen. Nach neuen Metastasen, über die sie bereits im vergangenen Jahr offen gesprochen hatte, formulierte sie ihre Lage schonungslos: Die Tage seien furchtbar gewesen, beschönigen wolle sie nichts. Trotzdem hält sie an Hoffnung und Alltag fest. Dazu gehört auch ihre Kritik am Umgang mit Krebspatienten: Betroffene sollten nicht an den Rand gedrängt, sondern selbstverständlich als Teil des Lebens wahrgenommen werden.