Thomas Stein gehörte neben Dieter Bohlen zu den prägenden Gesichtern der frühen Jahre von „Deutschland sucht den Superstar“. Jetzt hat der Musikmanager öffentlich gemacht, wie ernst es Anfang des Jahres um ihn stand. Der 77-Jährige erlitt eine lebensgefährliche Hirnblutung und musste notoperiert werde, wie er Bild erzählt. Was mit einem gewöhnlichen Spaziergang mit dem Familienhund begann, endete in einer Klinik und später in einer langen Reha. Dass Stein heute wieder vergleichsweise stabil durch den Alltag kommt, ist für ihn eng mit Disziplin, Vertrauen in die Ärzte und der schnellen Reaktion seiner Frau verbunden.

Thomas Stein schildert den Moment des Zusammenbruchs

Der gesundheitliche Notfall begann am Morgen bei einer Runde mit dem Hund. Danach verschlechterte sich sein Zustand innerhalb kurzer Zeit massiv. „Ich war morgens mit meinem Hund draußen und mir wurde plötzlich schwindelig. Zurück im Haus hatte ich Probleme mit dem Sprechen und konnte mich nicht mehr richtig bewegen. Zudem hatte ich rasende Kopfschmerzen", sagte Thomas Stein laut Bild. Seine Frau erkannte sofort den Ernst der Lage und brachte ihn in die Klinik. Dort stellten die Ärzte fest, dass sich zwischen den beiden Gehirnhälften eine große Menge Blut angesammelt hatte.

Not-OP und künstliches Koma in der Klinik

In der Klinik folgte eine sofortige Operation, die mehrere Stunden dauerte. Stein beschrieb den Eingriff sehr offen: „Mir wurde bei der OP von links nach rechts der Schädel aufgesägt, um das Blut abzuleiten", so Thomas Stein. Anschließend lag er mehrere Tage auf der Intensivstation im künstlichen Koma. Angst vor dem Tod habe er nach eigenen Angaben nicht gehabt. Stattdessen habe er den Ärzten vertraut. Für seine Frau sei die Situation deutlich belastender gewesen. 

Reha nach Hirnblutung: Laufen und Sprechen neu gelernt

Nach dem Aufenthalt im Krankenhaus begann für den früheren Juror die nächste harte Phase. Zu Beginn der Reha war er auf einen Rollstuhl angewiesen und musste grundlegende Fähigkeiten neu trainieren. Laufen und Sprechen fielen ihm anfangs schwer, doch Aufgeben kam für ihn nicht infrage. Er arbeitete konsequent an seiner Rückkehr in den Alltag und setzte dabei auch auf zusätzliches Training. Ein Pflegefall zu werden, sei für ihn keine Option gewesen. Nach eigener Aussage zweifelte er in dieser Zeit nicht daran, wieder zu alter Stärke zurückfinden zu können.

Der 77-Jährige ist wieder aktiv unterwegs

Inzwischen hat sich Thomas Stein deutlich erholt. Drei Monate nach der Hirnblutung konnte er wieder Auto fahren. Noch heute geht er zweimal pro Woche zur Physiotherapie, um letzte körperliche Folgen weiter zu behandeln. Außerdem ist er täglich viele Kilometer mit seinem Hund unterwegs und sieht darin selbst einen wichtigen Faktor für seine Genesung. Es war nicht das erste Mal, dass er sich nach einer schweren Krise zurückkämpfen musste. Bereits vor neun Jahren lag er nach einem Aneurysma, einer schweren Lungenentzündung und einer Sepsis drei Wochen im künstlichen Koma.