Große Trauer um Reiner Wirsching: Der frühere Offensivspieler des 1. FC Nürnberg ist im Alter von 63 Jahren gestorben. Der ehemalige Fußballprofi war auf einem Radweg an einer Bundesstraße nahe Bad Kissingen unterwegs, als es zu einem folgenschweren Unfall kam.

Wie unter anderem die „Bild“ berichtet, kollidierte er mit einem Reh, stürzte und zog sich dabei schwere Kopfverletzungen zu. Ein Zeuge entdeckte ihn am Straßenrand und alarmierte sofort den Notruf. Rettungskräfte brachten ihn in eine Klinik, wo er wenig später an den Folgen des Unfalls starb.

Reiner Wirsching erlitt schwere Kopfverletzungen

Der Unfall ereignete sich laut „Bild“ am Donnerstagabend gegen 21.45 Uhr auf einem Radweg entlang der B286 in Richtung Bad Kissingen. Reiner Wirsching soll dort mit seinem Fahrrad mit einem Reh zusammengestoßen sein und dabei auf den Kopf gefallen sein. Demnach erlitt er einen schweren Schädelbasisbruch mit starken Blutungen. Der frühere Stürmer soll keinen Helm getragen haben. 

Reiner Wirsching spielte für Nürnberg und Schweinfurt

Reiner Wirschings Karriere begann beim SV Stammheim, später wechselte er zum 1. FC Schweinfurt 05 und schließlich zum 1. FC Nürnberg. Dort absolvierte er 72 Partien und erzielte 14 Tore.

Danach kehrte er nach Schweinfurt zurück. Im Jahr 2001 beendete er seine aktive Karriere. In Franken galt er über viele Jahre als feste Größe im Fußball und blieb vielen Fans in Erinnerung.

Pokalsieg gegen Bayern bleibt Teil seiner Karriere

Ein besonderer Moment seiner Laufbahn war der DFB-Pokal 1994. Mit dem TSV Vestenbergsgreuth gelang Reiner Wirsching damals ein viel beachteter Sieg gegen den FC Bayern München. Der fränkische Regionalligist schrieb mit diesem Erfolg Fußballgeschichte. In der Mannschaft des Außenseiters stand Wirsching als erfahrener Offensivspieler auf dem Platz und war Teil eines Spiels, das bis heute mit dem Verein verbunden wird. 

Reiner Wirsching arbeitete später als Sportmediziner

Auch nach dem Ende seiner Zeit als Spieler blieb Reiner Wirsching dem Sport treu. Er arbeitete als Facharzt für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sportmedizin und schlug damit beruflich einen neuen Weg ein.

Von 2002 bis 2019 war er Mannschaftsarzt beim 1. FC Schweinfurt 05. Seit 2020 betreute er den Tischtennis-Bundesligisten TSV Bad Königshofen. Damit setzte er seine Erfahrung über viele Jahre im Leistungssport ein. Sein Tod trifft nicht nur frühere Weggefährten aus dem Fußball, sondern auch viele Menschen, mit denen er später als Arzt zusammenarbeitete.