Schauspieler Frank Giering galt als einer der intensivsten Charakterdarsteller seiner Generation. Mit Rollen in „Funny Games“, „Baader“ und „Absolute Giganten“ prägte er das deutsche Kino, später wurde er als TV-Ermittler in „Der Kriminalist“ einem Millionenpublikum vertraut. Umso größer war die Bestürzung, als der gebürtige Magdeburger 2010 mit nur 38 Jahren starb.
Frank Giering: Karriere zwischen Theater, Kino und TV
Frank Giering begann seine Laufbahn auf der Bühne, bevor er mit kompromisslosen Filmrollen auf sich aufmerksam machte. In „Funny Games“ und „Absolute Giganten“ zeigte der Schauspieler eine Mischung aus Verletzlichkeit und Wucht, die ihn schnell zu einem Liebling von Kritikern und Publikum machte. Später verlagerte er seinen Schwerpunkt zunehmend ins Fernsehen. Besonders seine Rolle als sensibler Kommissar an der Seite von Christian Berkel in „Der Kriminalist“ machte ihn zu einem festen Bestandteil der deutschen TV-Landschaft. Trotz des Erfolgs wirkte Giering nach außen oft zurückhaltend, fast scheu.
Frank Giering starb mit nur 38 Jahren
Frank Giering starb am 23. Juni 2010 in Berlin. Nach Angaben seiner Agentur war eine akute Gallenkolik die Ursache seines Todes. Damit wurden Spekulationen widerlegt, er sei infolge einer Alkoholabhängigkeit verstorben. Die Beisetzung fand am 9. Juli 2010 auf dem Neustädter Friedhof in Magdeburg statt.
„Der Kriminalist“: Posthume TV-Auftritte des Schauspielers
Zum Zeitpunkt seines Todes stand Frank Giering mitten in den Dreharbeiten zur ZDF-Krimireihe „Der Kriminalist“. Wie welt.de meldet, plante der Sender, mehrere bereits abgedrehte Folgen erneut auszustrahlen und im Herbst neue Episoden zu zeigen, in denen Giering noch in sechs von acht Teilen zu sehen war. Damit blieb er auch nach seinem Tod im Programm präsent und berührte Zuschauer mit seiner intensiven Spielweise. Kolleginnen und Kollegen würdigten ihn als sensiblen, hochprofessionellen Partner am Set. Sein früher Tod hinterließ eine spürbare Lücke in der deutschen Schauspielszene – und wirft bis heute ein Schlaglicht auf die oft verborgenen Kämpfe hinter der öffentlichen Fassade.