Astrid Lindgren starb mit 94 Jahren in Stockholm. Wir blicken auf ihre letzten Jahre, ihre Werke und wichtige Lebensstationen zurück und klären die Todesursache der „Pippi Langstrumpf“-Autorin.
1 / 10
Astrid Lindgrens Tod bewegt bis heute. Die schwedische Kinderbuchautorin starb am 28. Januar 2002 im Alter von 94 Jahren in ihrer Stockholmer Wohnung, in der sie mehr als sechs Jahrzehnte gelebt hatte. Als Todesursache wurde eine Virusinfektion genannt.
2 / 10
Schon seit Jahren war die Schriftstellerin schwer krank und lebte zurückgezogen in der schwedischen Hauptstadt. Ihre Töchter teilten laut „Spiegel“ mit, sie sei „still und sanft“ eingeschlafen.
3 / 10
Mit Figuren wie Pippi Langstrumpf, Michel aus Lönneberga und Ronja Räubertochter prägte sie Generationen von Leserinnen und Lesern. Bis heute sind ihre Geschichte unvergesslich. Ihre letzte Ruhestätte fand Lindgren in ihrer Heimatstadt Vimmerby im südschwedischen Småland.
4 / 10
Die Autorin wurde 1907 als Astrid Anna Emilia Ericsson in Småland geboren. Die Provinz blieb für sie zeitlebens ein wichtiger Bezugspunkt und wurde später zum Schauplatz vieler ihrer Geschichten. Als junge Frau fiel sie mit ihrer modernen Art auf, trug kurze Haare, Jacketts und Ballonmützen.
5 / 10
Ihr schriftstellerisches Talent zeigte sich früh. Zuerst veröffentlichte sie kleinere Erzählungen, oft unter Pseudonymen, in Zeitschriften. Der große Durchbruch gelang ihr mit Pippi Langstrumpf. Der Name der Figur stammte von ihrer siebenjährigen Tochter, die 1941 krank im Bett lag und um eine Geschichte über Pippi bat.
6 / 10
Drei Jahre später schrieb Lindgren die Erzählungen auf. Aus dem frechen, starken Mädchen ohne Respekt vor Autoritäten wurde eine der bekanntesten Kinderbuchfiguren der Welt. Auch Tommi und Annika wurden Teil dieses Erfolgs, der später mehrfach verfilmt wurde.
7 / 10
Neben Pippi schuf die Autorin zahlreiche weitere Klassiker, darunter „Wir Kinder aus Bullerbü“, „Kalle Blomquist“, „Mio, mein Mio“ und „Die Brüder Löwenherz“. Sie verfasste mehr als 100 Werke, darunter Romane, Kurzgeschichten, Gedichte und Liederbücher. Ihre Bücher wurden in mehr als 80 Sprachen übersetzt und weltweit millionenfach verkauft.
8 / 10
Astrid Lindgren schrieb nicht nur heitere Stoffe, sondern griff auch Not, Gewalt und Tod auf. In Deutschland erhielt sie den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, 1994 auch den Alternativen Nobelpreis.1999 wurde sie zur beliebtesten Schwedin des Jahrhunderts gewählt.
9 / 10
Doch Astrid Lindgrens Privatleben war von schweren Einschnitten geprägt. Mit 18 bekam sie ein uneheliches Kind, was im damaligen Schweden als Skandal galt. Ihr Sohn und ihr späterer Mann Sture Lindgren starben an den Folgen einer Alkoholsucht.
10 / 10
Die Autorin verarbeitete diese Erfahrungen im Schreiben und setzte sich nach dem Ende ihrer literarischen Arbeit besonders für Tierschutz, die Rechte von Frauen und Kindern sowie für gewaltfreie Erziehung ein. Bei der Gedenkfeier in Stockholm gingen hinter ihrem Sarg ein Mädchen und ein weißes Pferd.
Astrid Lindgren starb mit 94 Jahren in Stockholm. Wir blicken auf ihre letzten Jahre, ihre Werke und wichtige Lebensstationen zurück und klären die Todesursache der „Pippi Langstrumpf“-Autorin.