Schauspieler John Forsythe, der mit seiner Rolle als machtvoller Blake Carrington in der Kultserie „Denver-Clan“ TV-Geschichte schrieb, ist bereits 2010 im Alter von 92 Jahren verstorben. Doch was war seine Todesursache?
Die Todesursache von John Forsythe
Wie der „Hollywood Reporter“ damals berichtete, starb John Forsythe in Santa Ynez, Kalifornien, an den Folgen einer Lungenentzündung. 2006 wurde bei dem Schauspieler Darmkrebs diagnostiziert.
Forsythe, der in der Nähe von Santa Barbara eine Ranch besaß, prägte mit seiner eleganten Ausstrahlung und seinem markanten Silberhaar das Bild des TV-Patriarchen der 1980er-Jahre – auf dem Bildschirm ebenso wie als unverwechselbare Stimme von „Charlie“ in „Drei Engel für Charlie“.
John Forsythe als Blake Carrington in „Denver-Clan“
In den 1980er-Jahren wurde TV-Darsteller John Forsythe mit seiner Figur des Blake Carrington zum Synonym für Luxus, Macht und familiäre Intrigen. In der Serie „Denver-Clan“ verkörperte er einen skrupellosen Öl-Magnaten, der nicht nur mit riskanten Deals, sondern auch mit den explosiven Konflikten seiner Familie zu kämpfen hatte.
Zwischen der „guten“ Krystle, gespielt von Linda Evans, und der „bösen“ Alexis, dargestellt von Joan Collins, stand Forsythes Figur stets im Mittelpunkt der Dramen. Für diese Rolle erhielt er zwei Golden Globes und drei Emmy-Nominierungen.
Die Stimme von „Charlie“ in „Drei Engel für Charlie“
Bevor der Schauspieler in „Denver-Clan“ zum Patriarchen der Primetime wurde, prägte er bereits ein anderes TV-Phänomen: In „Drei Engel für Charlie“ lieh er dem unsichtbaren Detektivchef Charles Townsend seine warme, autoritäre Stimme. Forsythe blieb dem Format bis zum Ende treu und kehrte Jahrzehnte später auch für die beiden Kinoadaptionen zurück.
Frühe TV-Erfolge und Zusammenarbeit mit Alfred Hitchcock
Lange vor seinen ikonischen 80er-Jahre-Rollen hatte John Forsythe sich bereits als vielseitiger TV- und Filmschauspieler etabliert. In der Sitcom „Bachelor Father“ spielte er von 1957 bis 1962 einen charmanten Hollywood-Anwalt, der seine verwaiste Nichte großzieht.
Später verkörperte er in „To Rome With Love“ einen verwitweten US-Professor, der mit drei Töchtern in Italien lebt. Auch Regielegende Alfred Hitchcock setzte auf Forsythes Präsenz: In der schwarzen Komödie „Immer Ärger mit Harry“ von 1955 gab er den sarkastischen Sam Marlowe, später holte Hitchcock ihn für den Politthriller „Topas“ zurück.
Vom Baseballstadion zum Hollywood-Star
John Forsythe wurde 1918 als John Lincoln Freund in Penn’s Grove, New Jersey, geboren. Der Sohn eines Wall-Street-Geschäftsmanns studierte an der University of North Carolina, entschied sich dann jedoch gegen die Erwartungen seiner Familie für die Schauspielerei in New York.
Sein erstes bezahltes Engagement hatte er nicht vor der Kamera, sondern als Stadionsprecher im Ebbets Field der Brooklyn Dodgers. Nach dem Umzug des Teams nach Los Angeles arbeitete er in Radioserien, spielte Nebenrollen am Broadway und schloss sich nach dem Zweiten Weltkrieg der von ihm mitbegründeten Actors Studio an.
Privat war er dreimal verheiratet, darunter 51 Jahre mit Julie Warren, die 1994 starb. 2002 heiratete er mit 84 Jahren Nicole Carter. Aus seinen Ehen gingen drei Kinder, mehrere Enkel und Urenkel hervor.