Schauspielerin Ursula Andress zählt zu den prägenden Gesichtern der Filmgeschichte. International berühmt wurde die Schweizerin 1962 als Honey Ryder in „James Bond – 007 jagt Dr. No“, als sie in weißem Bade-Outfit aus dem Meer stieg und damit eine der berühmtesten Szenen des Kinos schuf.

Danach folgte eine internationale Laufbahn mit Produktionen wie „Acapulco“, „Vier für Texas“, „Casino Royale“ und „Kampf der Titanen“. 1964 erhielt sie für ihren Karrierestart sogar den Golden Globe als beste Nachwuchsdarstellerin. Auch Jahrzehnte später bleibt ihr Name eng mit Glamour, Leinwandpräsenz und dem Bond-Mythos verbunden.

Ursula Andress wurde mit „Dr. No“ zur Filmikone

Geboren wurde Ursula Andress 1936 in Bern, später zog es sie nach Paris, Rom und schließlich nach Hollywood. Dort begann ihre Karriere nach ersten Modeljobs und kleineren Filmrollen. In den 1960er- und 1970er-Jahren war sie in zahlreichen internationalen Filmen zu sehen und spielte an der Seite von Stars wie Sean Connery, Frank Sinatra und Jean-Paul Belmondo.

Ihr Image als sinnliche Leinwandfigur prägte viele Rollen dieser Zeit. In „Casino Royale“ kehrte sie Jahre nach ihrem Durchbruch als erstes Bond-Girl noch einmal in das Universum rund um den legendären Agenten zurück.

Ursula Andress lebt heute zurückgezogen in Rom

Inzwischen meidet die Schauspielerin die Öffentlichkeit weitgehend. Einer ihrer letzten bekannten Auftritte fand 2019 bei einer Kunstausstellung in Bern statt, heute lebt sie in ihrer Residenz in Rom. Dort kümmert sie sich weiterhin selbst um Haus und Garten.

Ihr Bruder verriet gegenüber „Bild“: „Sie macht den ganzen Haushalt und auch viele andere Arbeiten ganz allein. Sie hat keine Haushaltshilfe, trotz ihres hohen Alters.“ 

Isoliert ist sie aber nicht: Ihr Sohn Dimitri soll regelmäßig bei ihr sein und sich um seine Mutter kümmern, wie Andress' Bruder weiter erklärte. Das Bild, das sich daraus ergibt, ist das einer disziplinierten Frau, die ihr Leben selbstbestimmt organisiert.

Ursula Andress spricht offen über ihre Geldsorgen

Zu ihrem 90. Geburtstag Mitte März 2026 verzichtete Ursula Andress auf eine große Feier - andere Sorgen belasteten sie stark. Ein Großteil ihres Vermögens war von ihrem Konto verschwunden - unter Verdacht stand ausgerechnet ihr Vermögensberater. „Mir geht es derzeit sehr schlecht“, sagte Ursula Andress vor einiger Zeit in dem Zusammenhang gegenüber „Blick“. 

Und weiter: „Wie alle Schweizerinnen und Schweizer habe ich mein Leben lang viel gearbeitet und mein Geld immer gespart. [...] Ich hoffte, so meine letzten Jahre glücklich und mit Gelassenheit verbringen zu dürfen. Und jetzt passiert mir das!“

Ursula Andress geschockt von Vorfall

Der Vofall hinterließ bei Ursula Andress tiefe Wunde: „Ich stehe noch immer unter Schock. Man hat mich gezielt als Opfer ausgewählt. Acht Jahre lang wurde ich umgarnt und umworben. Sie haben mich skrupellos angelogen und mein Wohlwollen und Vertrauen auf perfide, ja kriminelle Weise ausgenutzt, um mir alles zu nehmen. Dabei spekulierten sie auf mein Alter“, offenbarte sie dem „Blick“.

Nachdem sie Anzeige erstattet hatte, wurden die Ermittlungen in der Schweiz und in Italien eingeleitet. Wie „Blick“ berichtete, wurde dadurch ein internationales Geldwäschenetzwerk aufgedeckt. Bleibt zu hoffen, dass Ursula Andress mit der Aufklärung des Falls ihren Lebensabend jetzt wieder etwas mehr genießen kann.