Die Welt trauert um Model und Schauspielerin Annabel Schofield. Die gebürtige Waliserin, die in den 1980er-Jahren zu einem der prägenden Gesichter der Londoner Szene wurde und später in der Kultserie „Dallas“ vor der Kamera stand, ist im Alter von 62 Jahren in Los Angeles gestorben. Wie hollywoodreporter.com berichtet, erlag sie am 28. Februar einer Krebserkrankung. Bis zuletzt sprach sie offen in den sozialen Medien über ihre schwere Krankheit.
Annabel Schofield prägt Londons 80er-Jahre-Style
In den frühen 1980er-Jahren wird das Model mit walisischen Wurzeln zu einem festen Bestandteil der Londoner Modeszene. Statt sich auf Paris oder Mailand zu konzentrieren, positioniert sie sich im kreativen Schmelztiegel der britischen Hauptstadt.
In einem Interview von 2012 schwärmte sie von dieser Ära: London sei dank New Romantics, dem Ausklang von Punk und Designer:innen wie Vivienne Westwood und Katharine Hamnett stilistisch führend gewesen, so Schofield laut People Magazine. Sie war bei der Agentur Take Two unter Vertrag, zierte Hunderte Magazincover und arbeitete für große Marken wie Yves Saint Laurent, Rimmel, Revlon und Boots No. 7.
Von „Dallas“ bis „Solar Crisis“: Wechsel nach Hollywood
Geboren am 4. September 1963 in Llanelli, Wales, wuchs Annabel Schofield in einer Filmfamilie auf: Ihr Vater John D. Schofield war britischer Filmproduktionsmanager und arbeitete an Kinohits wie „Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten“, „Jerry Maguire“ und „Besser geht’s nicht“.
Auf dem Höhepunkt ihrer Modelkarriere zog sie nach Los Angeles und wechselte ins Schauspielfach. In der Kultserie „Dallas“ spielte sie in zwölf Episoden Laurel Ellis an der Seite von Larry Hagman als J.R. Ewing. Zu ihren Filmrollen zählten zudem „Solar Crisis“ mit Charlton Heston, „Dragonard“ und „Eye of the Widow“.
Produzentin, Autorin und kreative Netzwerkerin
Später verlagerte Annabel Schofield ihren Fokus hinter die Kamera. Sie arbeitete in Produktionsfunktionen an Filmen wie „The Brothers Grimm“, „Doom“ und „City of Ember“. 2010 gründete sie in Burbank die Firma Bella Bene Productions und entwickelte als Executive Producerin Werbespots, Musik- und Modeprojekte.
Kreativ arbeitete sie mit Regisseur und Grafikdesigner Nick Egan zusammen, der für Bands wie The Clash, Duran Duran und Oasis visuelle Konzepte entwickelte, so hollywoodreporter.com. Sie kollaborierte außerdem mit Starfotograf:innen wie Ellen von Unwerth und Michael Muller und produzierte mit Will Camden eine 3D-Kampagne für Guerlain mit Angelina Jolie.
In ihrem halbautobiografischen Roman „The Cherry Alignment“ verarbeitete sie ihr Leben als Model und Schauspielerin der 1980er-Jahre und widmete das Buch ihrem verstorbenen Freund und „The Brothers Grimm“-Kollegen Heath Ledger. Annabel Schofield hinterlässt ihre Mutter; ihr Vater und ihre Schwester Amanda waren bereits vor ihr gestorben.