Carly Simon meldet sich mit sehr persönlichen Worten zurück. Die 83-jährige Sängerin, die mit Songs wie „You’re So Vain“ und „Nobody Does It Better“ Musikgeschichte schrieb, hat öffentlich gemacht, dass sie mit Parkinson lebt. In einem ausführlichen Statement schildert sie, weshalb sie sich in den vergangenen Jahren weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hatte. Neben der Diagnose spielte auch eine Krebsbehandlung eine Rolle. Trotz der gesundheitlichen Belastungen macht Simon klar, dass ihr Leben und ihre kreative Arbeit weitergehen.
Carly Simon lebt mit Parkinson
Wie People Magazine berichtet, erklärte Simon, sie habe lernen müssen, mit der Krankheit zu leben. „Die Wahrheit ist, dass ich gelernt habe, mit Parkinson zu leben“, so Carly Simon laut People Magazine. Die Musikerin schrieb, dass sie Zeit gebraucht habe, um die Diagnose zu verstehen und für sich zu entscheiden, wie offen sie damit umgehen möchte. Parkinson verlaufe bei jedem Menschen anders. An manchen Tagen sei sie sehr erschöpft, an anderen habe sie mehr Kraft zum Denken, Arbeiten und Bewegen.
Beschwerden begannen nach mehreren Operationen
Zunächst habe sie ihre Probleme beim Gehen auf andere Ursachen zurückgeführt. Simon berichtete, dass bei ihr Arthritis in beiden Knien und in einer Hüfte festgestellt worden war. Schließlich wurden alle drei Gelenke ersetzt. Doch ihre Beweglichkeit verschlechterte sich weiter. Sie habe Schwierigkeiten gehabt, aus tiefen Sesseln oder Sofas aufzustehen, und zeitweise nicht ohne erhebliche Hilfe gehen können. Nach einer umfassenden Untersuchung in der Mayo Clinic erhielt sie schließlich die Diagnose Parkinson. Danach begann sie eine Behandlung mit Medikamenten gegen Steifheit und weitere Symptome.
Hautkrebs-OP belastete Carly Simon zusätzlich
Zur gleichen Zeit musste sich die Sängerin auch wegen eines Basalzellkarzinoms im Gesicht behandeln lassen. Der Hautkrebs wurde operativ entfernt, doch der Eingriff veränderte ihr Aussehen und verstärkte ihre Unsicherheit in der Öffentlichkeit. Laut latimes.com beschrieb Simon außerdem die seelischen Folgen ihrer Erkrankung, darunter Angst, Erschöpfung, Depressionen und Apathie. Besonders diese Antriebslosigkeit sei schwer zu erklären. Sie betonte, dass dies nichts mit Faulheit zu tun habe, sondern mit den Auswirkungen der Krankheit auf Körper und Geist.
Neues Album gibt ihrem Alltag wieder Struktur
Trotz allem arbeitet Carly Simon weiter an Musik. Ihr neues Album „Comes in Waves“ ist ihr erstes Album mit neuen Originalsongs seit 2008. Die Arbeit daran habe ihren Tagen wieder Form gegeben und ihr einen Ort eröffnet, an den sie sich innerlich zurückziehen konnte. „Ich habe nicht aufgehört zu leben, und ich habe nicht aufgehört zu arbeiten“, sagte Carly Simon laut latimes.com. Simon, die auf Martha’s Vineyard lebt und zwei Kinder mit James Taylor hat, war zuletzt nur selten öffentlich aufgetreten. Umso eindringlicher wirkt ihr letzter Satz: Sie sei noch immer da.