Schauspieler Walter Koenig ist tot. Der „Star Trek“-Darsteller starb am Sonntag im Alter von 90 Jahren in seinem Zuhause in North Hollywood. Bei ihm waren seine Tochter Danielle und seine Nichte. Als Todesursache wurde hohes Alter genannt, wie TMZ berichtet.
Koenig gehörte zu den prägenden Gesichtern der Originalserie von „Star Trek“ und blieb für viele Fans vor allem als Pavel Chekov in Erinnerung. Über Jahrzehnte hinweg war er mit der Rolle verbunden, erst im Fernsehen und später auch in mehreren Kinofilmen des Franchise.
Walter Koenig spielte Chekov in 36 Folgen
In „Star Trek“ stieß Koenig zu Beginn der zweiten Staffel zur Serie. Dort spielte er den russischen Crewman Pavel Chekov in 36 Episoden, die 1967 bis 1969 ausgestrahlt wurden. Später übernahm er die Figur auch in den ersten sieben Kinofilmen, die zwischen 1979 und 1991 erschienen.
Vor seinem Durchbruch hatte er bereits seit den frühen 1960er-Jahren vor der Kamera gestanden und kleinere Rollen in Serien wie „Gidget“ und „Tennisschläger und Kanonen“ übernommen. Auch in „General Hospital“ war er früh zu sehen.
Auch „Babylon 5“ wurde ein wichtiger Teil seiner Karriere
Neben „Star Trek“ blieb Koenig auch durch eine zweite Science-Fiction-Rolle präsent. Im Serienuniversum von „Babylon 5“ spielte er Alfred Bester, eine Figur, die über mehrere Handlungsstränge hinweg wichtig blieb.
Dazu kamen Auftritte in Produktionen wie „Columbo“ und „Futurama“. Außerdem schrieb er für das Fernsehen und verfasste Folgen für „Der Junge vom anderen Stern“, „Family“, „Im Land der Saurier“ und „Der unglaubliche Hulk“. 2026 gewann er noch einen Preis bei den Independent Shorts Awards für seine Leistung im Film „Mr. Fleischmann“.
Fast 60 Jahre Ehe mit Judy Levitt
Auch privat war sein Leben eng mit der Schauspielbranche verbunden. Koenig heiratete im Juli 1965 die Schauspielerin Judy Levitt. Die beiden blieben bis zu ihrem Tod im Dezember 2022 ein Paar. Sie war in drei „Star Trek“-Filmen und auch in „Babylon 5“ zu sehen.
In einem Statement sagte Koenigs Sprecher laut TMZ, er habe „seine Freundlichkeit, seinen Witz und seine Wertschätzung mit allen geteilt, die das Glück hatten, ihn zu treffen“. Zur Familie gehört auch Tochter Danielle, die als Schauspielerin und Drehbuchautorin arbeitet.
Ein schwerer Verlust traf die Familie schon Jahre zuvor. Sein Sohn Andrew Koenig starb 2010 im Alter von 41 Jahren.
Walter Koenigs steile Karriere
Walter Koenig wurde 1936 in Chicago geboren und wuchs in Manhattan als Sohn litauischer Einwanderer auf. Ursprünglich studierte er zunächst Medizin, wechselte später aber zur Psychologie und fand schließlich über eine Schauspielklasse zur Bühne. Daraus entwickelte sich eine Laufbahn, die von Fernsehrollen, Filmen und Drehbüchern geprägt war und ihn zu einer festen Größe der Science-Fiction-Geschichte machte.