Popstar Nina Chuba (27) hat mit Aussagen über ihre Fans in Stuttgart heftige Reaktionen ausgelöst. Nach ihrem Auftritt Ende Juni beim Kessel Festival sprach sie in ihrem Podcast mit Schlagzeuger Momme Hitzemann über die Stimmung vor Ort und fiel dabei ein hartes Urteil. Sie habe das Gefühl gehabt, „gegen eine Wand“ zu singen, wie „Bild“ berichtet.

Nina Chuba nennt Stuttgart das „lahmste Publikum“

Besonders brisant an der Situation: Viele Besucher hatten bei großer Hitze auf dem Gelände ausgeharrt, ehe die Kritik der Musikerin öffentlich wurde. Gerade deshalb trafen ihre Worte zahlreiche Fans besonders deutlich.

Im Podcast „Die Leute lieben das“ fragte sich die Sängerin, warum die Stimmung in Stuttgart aus ihrer Sicht gedämpfter sei als in anderen Städten. „Stuttgart ist das lahmste Publikum in Deutschland“, sagte Nina Chuba laut „Spiegel“. Sie legte nach und sprach von wenig Bewegung im Publikum.

Auch mit Blick auf Süddeutschland stichelte sie weiter und verglich die Reaktionen mit München, wo die Fans ihrer Darstellung nach deutlich ausgelassener feiern. Dazu kamen spitze Bemerkungen über die Kessellage der Stadt und sogar über Maultaschen, die manchen Zuhörern besonders respektlos vorkamen.

Fans reagieren nach dem Konzert in großer Hitze enttäuscht

Der Ärger ließ nicht lange auf sich warten. Unter ihren Beiträgen und in Reaktionen aus Stuttgart meldeten sich etliche Fans zu Wort. Ein Follower schrieb: „Wow, du hältst ja voll viel von deinen Fans, die sich bei 40 Grad für dich auf’n Wasen gestellt haben ...“, so ein Nutzer laut „t-online.de“.

Auch eine Mutter kritisierte, viele junge Mädchen und Kinder hätten sich bei extremer Hitze für ihr Idol auf den Weg gemacht und alles gegeben. Gleichzeitig gab es auch Zustimmung: Einige Stuttgarter meinten selbst, das Publikum wirke bei Konzerten oft zurückhaltender.

Kessel Festival wurde wegen extremer Temperaturen abgebrochen

Zur Einordnung spielt auch das Wetter eine wichtige Rolle. Beim Auftritt herrschten Temperaturen von bis zu 40 Grad, was die Bedingungen für das Publikum massiv erschwerte. Das Festival wurde Ende Juni nach einem Tag wegen der außergewöhnlichen Hitze abgesagt.

Der Veranstalter erklärte, der Gesundheitsschutz von Gästen, Mitarbeitenden sowie Künstlerinnen und Künstlern habe Vorrang. Vor diesem Hintergrund wirkte Chubas Kritik auf viele Besucher noch härter. Wer stundenlang in der Sonne stand, fühlte sich durch die späteren Kommentare kaum wertgeschätzt.

Instagram-Video: Nina Chuba erklärt ihre Worte

Nach dem Gegenwind meldete sich Nina Chuba auf Instagram mit einer kurzen Erklärung. Sie betonte, man habe Stuttgart eigentlich in Schutz nehmen wollen, weil die Menschen sich bei 40 Grad nicht so viel hätten bewegen können.

Zugleich blieb sie bei ihrer grundsätzlichen Einschätzung, dass das Publikum dort oft ruhiger sei als anderswo. Ihr versöhnlicher Schlusssatz fiel deutlich freundlicher aus: „Ich liebe alle meine Fans. Auch die, die in Stuttgart wohnen.“ Damit versuchte die Musikerin, die aufgeheizte Debatte wieder etwas zu beruhigen.