Udo Lindenberg (80) wird am 1. August nicht beim Finale seines Panikpreises im Kloster Hirsau in Calw dabei sein. Nach einer längeren krankheitsbedingten Pause hat der Musiker und Maler damit einen weiteren Termin abgesagt. Für viele Fans ist das eine bittere Nachricht, denn der 80-Jährige hatte seine Teilnahme ursprünglich fest eingeplant.
Udo Lindenberg fehlt beim Finale des Panikpreises
Gerade weil die Preisverleihung eng mit seinem Namen verbunden ist, wiegt sein Fehlen besonders schwer. Die Veranstaltung findet dennoch statt, und auch die ausgezeichneten Nachwuchskünstler stehen weiterhin im Mittelpunkt des Abends.
Wie „web.de“ berichtet, teilte Lindenbergs Kommunikationsagentur mit, dass er „zu seinem größten Bedauern“ nicht anreisen kann. Der Panikpreis wird seit 2008 alle zwei Jahre vergeben und soll junge Talente fördern, die mit eigenen deutschsprachigen Texten überzeugen. Umso emotionaler ist es, dass der Stifter des Preises diesmal selbst nicht vor Ort sein kann.
Schwere Gastritis zwingt Lindenberg weiter zur Pause
Der Grund für die Absage ist eine verschleppte schwere Gastritis, also eine Entzündung der Magenschleimhaut. Laut „t-online.de“ benötigt der Künstler auf dringende ärztliche Empfehlung mehr Zeit für seine vollständige Genesung. Die Entscheidung sei ihm sehr schwergefallen, doch seine Gesundheit solle nicht weiter belastet werden.
Bereits Ende Mai war bekannt geworden, dass Lindenberg sich in einem Hamburger Krankenhaus untersuchen und behandeln lassen musste. Schon damals war von einer mehrwöchigen Auszeit die Rede. Auch jetzt befindet er sich noch in Behandlung und kann deshalb nicht auf die Bühne zurückkehren.
„Ich bin sehr betrübt“, sagt Udo Lindenberg
Besonders nahbar wirkt Lindenbergs eigene Nachricht an seine Anhänger. „Ich habe mich so auf den Abend und Euch, meine Panik-Family, gefreut“, so der Sänger laut „Focus“. Außerdem erklärte er: „Und ich bin sehr betrübt, dass es nun doch nicht hinhaut.“
Trotz seiner Enttäuschung richtet er den Blick auf die Veranstaltung selbst und hofft, dass Publikum und Stiftung die diesjährigen Gewinner bei ihren Auftritten unterstützen. Seine Worte zeigen, wie eng er mit dem Preis verbunden ist und wie ungern er diesen Termin ausfallen lässt.
Tickets bleiben gültig, Rückgabe ist möglich
Auch ohne Lindenberg soll die Veranstaltung im Rahmen des Hermann-Hesse-Festivals wie geplant stattfinden. Für Besucher gibt es dabei eine klare Regelung: Bereits gekaufte Tickets behalten ihre Gültigkeit. Wer wegen der Absage nicht teilnehmen möchte, kann den vollen Preis zurückerhalten.
Lindenberg selbst versuchte zum Schluss, Zuversicht zu vermitteln. Er kündigte an, bald wiederzukommen, sobald „Dr. Schleuderknie wieder über die Bühne federt“. Der Satz klingt typisch nach ihm: eigenwillig, warm und kämpferisch.