Die Nachricht vom Tod der berühmten TV-Ärztin Antje-Katrin Kühnemann hat Anfang 2025 viele Menschen in Bayern und darüber hinaus tief getroffen. Kühnemann, die durch ihre Arbeit beim Bayerischen Rundfunk und der ARD bekannt wurde, starb im Alter von 80 Jahren in ihrem Haus am Tegernsee.
Das ist zu Antje-Katrin Kühnemanns Tod bekannt
Eine offzielle Todesursache wurde nicht öffentlich gemacht. Jedoch hat Antje-Katrin Kühnemann schon früher über ihre Gesundheitsprobleme gesprochen. 2010 erklärte sie, an Brustkrebs zu leiden, weswegen sie eine Chemotherapie und eine Mastektomie durchführen ließ.
Sie musste über 40 Operationen über sich ergehen lassen und litt an Schmerzen. Im September 2024 hatte sie sich gegenüber der „Abendzeitung“ zu ihren Gesundheitsproblemen geäußert: „Ich bin bis zum Hals versteift. An meinem Körper ist nichts mehr heil.“
Angst vor dem Tod hatte sie keine: „Ich habe keine Angst vor dem Tod und sehne ihn herbei. Wenn mein Mann mich holt, füge ich mich. Dann sind endlich meine permanenten Schmerzen vorbei. Ich bin gespannt auf diese neue Welt. Energie geht nämlich nicht verloren. Nach meinem Tod finde ich die Energie wieder in mir. Ganz bestimmt.“ Ihr Ehemann Jörg Gühring starb bereits einige Jahr vor ihr.
Erst etwas über einer Woche vor ihrem Tod hatte Kühnemann ihren 80. Geburtstag in St. Moritz gefeiert. Außerdem war sie Ende Februar noch einmal bei einem Event im Bayerischen Hof in München zu Gast.
Antje-Katrin Kühnemanns beeindruckende Karriere
Antje-Katrin Kühnemann, 1945 in Herzberg am Harz geboren und 2025 in Tegernsee verstorben, verband eine medizinische Laufbahn mit einer prägenden Präsenz im deutschen Fernsehen. Nach dem Abitur in München begann sie zunächst ein Kunststudium, entschied sich dann jedoch für Medizin an der Ludwig-Maximilians-Universität München und promovierte 1971.
Parallel dazu startete 1965 ihre Tätigkeit als damals jüngste deutsche Fernsehansagerin beim Bayerischen Rundfunk und der ARD. In den 1970er Jahren moderierte sie Kindersendungen, eine Gymnastikreihe und war 1977 Co-Moderatorin der Quizsendung „Wie hätten Sie’s denn gern“.
Bundesweite Bekanntheit erlangte sie mit dem Gesundheitsmagazin „Die Sprechstunde. Ratschläge für die Gesundheit“ und später mit „Gesundheit! Medizin im Ersten“. Neben ihrer Rolle als ärztliche Leiterin eines Sanatoriums veröffentlichte sie zahlreiche Gesundheitsratgeber, schrieb Kolumnen für verschiedene Zeitschriften und trat als Referentin zu medizinischen Themen auf.
Für ihr Engagement in Medizin und Medien erhielt sie unter anderem die Goldene Kamera, den Bambi, das Bundesverdienstkreuz am Bande und den Bayerischen Verdienstorden