Alexander Held ist im Alter von 67 Jahren gestorben. Mit ihm verliert die deutsche Film- und Fernsehwelt einen Darsteller, der über Jahrzehnte mit seiner Präsenz begeisterte. Vielen Zuschauern blieb er vor allem als Kommissar Ludwig Schaller in „München Mord“ in Erinnerung, eine Figur mit Ecken, Eigenheiten und feinem Gespür.
Doch bevor Held auf der Bühne und vor der Kamera Karriere machte, gehörte seine Leidenschaft lange dem Fußball. Eine schwere Verletzung lenkte sein Leben schließlich in eine völlig neue Richtung.
Alexander Held spielte bei 1860 München im Tor
Der 1958 in München geborene Schauspieler wuchs in der Stadt auf, das Grünwalder Stadion lag auf seinem Schulweg, so „t-online“. Nach seiner Zeit bei den Regensburger Domspatzen spielte er in der Jugendmannschaft von 1860 München. Dort stand er als Torwart auf dem Platz und arbeitete sogar als Balljunge.
Fußball war für ihn mehr als ein Hobby, sondern ein fester Teil seines Alltags. 1976 endete dieser Weg jedoch abrupt: Eine schwere Schulterverletzung machte die sportliche Laufbahn unmöglich. Statt weiter vom Profisport zu träumen, wandte sich Held der Schauspielerei zu.
Alexander Held begann an den Münchner Kammerspielen
Nach dem Ende seiner Fußballpläne absolvierte Alexander Held seine Ausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule. 1980 startete er seine Theaterkarriere an den Münchner Kammerspielen und legte damit das Fundament für ein langes Schauspielerleben. Im Lauf der Jahre war er in Krimis, Historienfilmen und Komödien zu sehen, darunter „Schindlers Liste“, „Napola“ oder „Der Baader Meinhof Komplex“.
Ludwig Schaller machte Alexander Held zum Publikumsliebling
Seine prägendste Rolle fand Held 2014 mit Ludwig Schaller in „München Mord“. Der Kommissar war kein gewöhnlicher Fernseh-Ermittler, sondern ein ruhiger, oft zerstreut wirkender Mann, der mit Einfühlungsvermögen, Beobachtungsgabe und Intuition arbeitete.
Auch Auszeichnungen folgten: 2014 wurde seine Darstellung beim Bayerischen Fernsehpreis gefeiert, 2017 gewann die Serie den Publikumspreis beim Deutschen FernsehKrimi-Festival, 2023 erhielt Held dort den Ehrenpreis. „München Mord“ erreichte regelmäßig ein Millionenpublikum, zuletzt war er Ende Januar in einer neuen Folge zu sehen.
Alexander Held starb nach kurzer Krankheit mit 67
Am 12. Mai starb Alexander Held nach kurzer Krankheit - einer Lungenentzündung, wie „Bild“ berichtet. Zu den letzten Tagen schilderte Produzent Sven Burgemeister der Zeitung: „Erst kurz vor seinem Tod hatte er noch zwei neue Folgen von ‚München Mord‘ abgedreht.“ Danach verschlechterte sich sein Zustand plötzlich.
Privat hatte Held schwere Verluste erlebt, darunter den Tod seiner Frau Patricia Fugger und seiner Mutter. Zuletzt lebte er in Erl in Tirol.